Unternehmen Wald

Der Forstbetrieb Rothenburg wirtschaftet integrativ Der Wald ist für alle da. Beim Sonntagsspaziergang überlegt man nicht, wem denn Baum, Büsche, Wege oder Tiere gehören. Der Wald, in diesem speziellen Fall Forst genannt, ist aber nicht nur zur individuellen Kontemplation gedacht, sondern kann auch ein Wirtschaftsunternehmen mit besonderem Auftrag sein. Der Forstbetrieb Rothenburg ist ein solches. „Wir betreiben integrative Forstwirtschaft unter ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Aspekten“, erklärt Norbert Flierl, Betriebsleiter des Forstbetriebs Rothenburg. Dem Freistaat Bayern gehören 800 000 ha Wald, das sind etwa 12 Prozent der Landesfläche. Dieser gesamte Staatswald ist in 41 Forstbetriebe unterteilt. Rothenburg ist einer davon. „Von der Fläche gehören wir zu den großen Forstbetrieben“, erklärt Flierl. Das Rothenburger Gebiet umfasst 20 000 ha und verteilt sich auf einzelne Waldbereiche von der baden-württembergischen Grenze im Westen bis ins Stadtgebiet Fürth im Osten, und von Burghaslach im Norden bis zum Hesselberg im Süden. Die Nord-Süd-Ausdehnung ist etwa 100 km, Ost-West etwa 80 km lang. Das Betriebsgebäude steht in Rothenburg. Eigenverantwortung Der Rothenburger Forstbetrieb ist wiederum unterteilt in zehn Forstreviere, die von Revierleitern geleitet werden. Insgesamt 63 Mitarbeiter, darunter zehn Auszubildende, sind in Rothenburg beschäftigt. Im Jahr 2005 wurden die Bayerischen Staatsforsten, wozu der Forstbetrieb Rothenburg gehört, gegründet. Grund und Boden gehören dem Freistaat Bayern. Die Staatsforsten haben das Nutzungsrecht, müssen aber auch wirtschaftlich eigenständig arbeiten – mit dem kleinen Vorteil, dass sie als Staatsunternehmen nicht Pleite gehen können, falls das mal nicht klappt. „Rothenburg hat einen jährlichen Umsatz von sieben Millionen Euro“, so Flierl. Bis vor drei Jahren haben sich alle 41 Forstbetriebe selbst getragen und gemeinsam (seit 2005) einen Überschuss von 650 Millionen Euro an das Land Bayern abgeführt. „Momentan ist die Situation schwierig, da Einnahmen durch sinkende Holzpreise wegbrechen“, erklärt Flierl. Der Aufwand des Rothenburger Forstbetriebs liegt aktuell bei acht Millionen Euro im Jahr....

Die Energie der Zukunft

Der Windstützpunkt in Uffenheim: Einer von vier Stationen in Bayern Es ist kein laues Lüftchen, sondern ein richtiger Wind, der den Besucher im Windstützpunkt in Uffenheim empfängt. „Wir wollen hier Wind erlebbar machen“, sagt Bürgermeister Wolfgang Lampe. Im ehemaligen E-Werk mitten in Uffenheim befindet sich einer von vier bayerischen Windstützpunkten, die als Impulsgeber für Wind­energie und für die Energiewende vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit gefördert wurden. Im Jahr 2013 wurde das Projekt in Uffenheim bewilligt, seit 2015 steht es interessierten Besuchern offen. „Wir haben lange überlegt, für welche Zielgruppe der Windstützpunkt konzipiert werden soll“, erklärt Lampe: Für Fachkräfte, für Gemeinden und Unternehmen, die Windräder installieren wollen, oder für Kinder und Jugendliche, die die zukünftigen Wegbereiter der Energiewende sein werden? Die Wahl fiel auf letztere. Wind gab es schon immer Was ist Wind und wie wird daraus eigentlich Energie, sind die zentralen Fragen, die im Windstützpunkt „Uffwind“ interessant und teilweise interaktiv thematisiert und erklärt werden. In drei Räumen sind einzelne Schwerpunkte gesetzt. Inspiriert vom luftigen Windstoß aus zwei Ventilatoren gleich am Eingang, erfährt der interessierte Besucher Wissenswertes über die Windstärken, über die Gefahren der Orkane und dass so ein bewegtes Lüftchen seinen Ursprung zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten hat. Weiter geht es in den nächsten Raum und somit zurück in die Vergangenheit. „Wind gab es ja schon immer“, so Lampe. Schautafeln mit Windmühlen aus vergangenen Zeiten erläutern, wie dereinst schon Energie aus der Luft gewonnen wurde. Ein an der Decke hängender Drache und ein Segelflugzeug machen begreifbar, dass Wind eigentlich immer zur Verfügung steht. Aufbereitete Infos Im größten der drei Räumlichkeiten des ingesamt 100 m² großen Windstützpunktes geht es dann ins Detail: Auf Infostelen, die der aerodynamischen Form eines Windradflügels nachempfunden sind, werden sowohl der Aufbau des Windrades als auch die physikalische Erklärung, wie aus Wind Strom entsteht, anhand von Bildern, Schautafeln und Diagrammen erklärt. Daneben gibt es interaktive Kästen, die in ihrem Innenleben verschiedene Aspekte beleuchten: Die Geräusche des Windes sind hörbar oder Gewichte können in die Hand genommen werden, die so schwer sind wie ein Kubikmeter Luft. Jugendliche wollen nicht zur zuhören, sondern aktiv werden: Wird der Vorderreifen eines halben Fahrrads gedreht, leuchtet die Lampe. Aber auch das Thema Energiesparen wird interaktiv und verständlich erklärt: Ein Auswahl von Glühbirnen repräsentiert die energetische Weiterentwicklung und mit hölzernen Klapptafeln erhalten die Besucher Infos zu möglichen Energieeinsparungen im Alltag. Der Windstützpunkt in Uffenheim ist an Sonn- und Feiertagen (am Nachmittag) für alle interessierten Besucher geöffnet. Zusätzlich bieten Bürgermeister Lampe und ein engagiertes Team nach Voranmeldung Führungen für Schulklassen an. Zwei dieser Führer sind der ehemalige langjährige Stadtrat und Unternehmer Erwin Keller und sein Sohn Johannes Keller, die die Windenergie ein Stück weit zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht haben. Johannes Keller ist außerdem Vorsitzender des Regionalverbandes Mittelfranken vom Bundesverband Windenergie. „Im Wind steckt soviel Kraft, dass damit die Versorgung der Menschheit auf Dauer gewährleistet wäre“, sagt Erwin Keller voller Optimismus. So manche Infos überraschen den Besucher: Aus der Ferne gesehen bewegen sich die Windräder vermeintlich langsam. In der Praxis wird aber eine Blattspitzengeschwindigkeit bis zu 300 Stundenkilometer erreicht. „Die Nabe eines Windrades ist heutzutage etwa 150 Meter hoch – je höher der Drehpunkt der Flügel, umso größer ist der Energiegewinn“, erklärt Erwin Keller, denn Wind gibt es in diesen Höhen fast immer. Der Windstützpunkt Uffenheim will zwar informieren, aber auch so manche Kritik an der erneuerbaren Energie wird thematisiert. So wird das Programm „Fleximaus“ ausführlich erläutert. Zum Artenschutz der Fledermäuse erkennt das Windrad bei bestimmten Witterungsbedingungen die Gefahr und schaltet selbstständig ab. Der Windstützpunk ist nicht ohne Grund in Uffenheim lokalisiert. Windenergie hat hier einen großen Stellenwert. Die Stadt Uffenheim besitzt eine eigene Windkraftanlage sowie Photovoltaikanlagen und ein eigenes mit Biomethan betriebenes Blockheizkraftwerk. Die grüne regenerative Strommenge wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. „Gut 75 Prozent des Stromverbrauchs in Uffenheim kommen aus der eigenen, grünen Produktion“, erklärt Wolfgang Lampe. Studenten der Hochschule Ansbach haben dies in einer Studie nachgewiesen. Auf der Webseite des...

Der Herr der guten Töne

Kai Rafeldt baut Drehorgeln, die die ganze Welt bezaubern Die goldenen Zeiten der Drehorgeln sind vorbei. Kai Rafeldt weiß das besser als jeder andere. Seit knapp 15 Jahren ist er der Chef der Firma Deleika Drehorgel in Waldeck bei Dinkelsbühl. Als 2006 der Firmengründer Gerhard Fischer einen Nachfolger suchte, war „eine Person euphorisch: nämlich Ich“, sagt Rafeldt. Jeden Tag genießt er seine Leidenschaft für Drehorgeln, auch wenn seit einigen Jahren schwere Zeiten in seiner Branche angebrochen sind. Mitte des 19. Jahrhunderts war die Hochzeit des Drehorgelbaus im deutschsprachigen Raum. Von einer handvoll Mitbewerbern in Deutschland fertigen heute nur noch wenige selbst. Die Luft wird dünn im Drehorgelbau. Das Problem ist die Qualität. „Eine Drehorgel hält Generationen“, erklärt Rafeldt. Da geht nichts kaputt. Vielleicht schwächelt der Blasebalg mal nach 35 Jahren. Von der Reparatur kann sein Unternehmen also nicht leben. „Wir müssen verkaufen“, ist das Credo von Kai Rafeldt. Zukünftiger Markt in Asien? Deleika-Drehorgeln findet man auf der ganzen Welt. Verkauft hat Rafeldt seine Instrumente nach England, Russland, Taiwan, Südkorea, in einige afrikanische Länder oder nach Südamerika, das neben Europa der größte Absatzmarkt ist. „Und fast jede karibische Insel hat eine Deleika Orgel“, erzählt er. In der Schweiz gibt es sogar einen Händler. Seine Kunden sind weitgehend Privatpersonen. „Liebhaber oder Menschen, die einfach Spaß am Drehorgelspielen haben“, sagt er. Und die muss er finden. Kai Rafeldt setzt auf den asiatischen Markt. Seit einigen Jahren fliegt er mit seinen Drehorgeln im Gepäck nach Schanghai zur zweitgrößten Musikmesse der Welt und hat dort einen eigenen Stand. „Drehorgeln sind in China komplett unbekannt“, erzählt er. Wobei die technikaffinen Chinesen besonders von der traditionellen Mechanik begeistert sind. Neben China ist der japanische Markt für ihn interessant und er arbeitet mit einem japanischen Händler zusammen. Junge Kunden haben die Drehorgel dort für Straßenfestivals entdeckt und aktuell zeichnet sich der Einsatz des Instruments bei der Klangtherapie oder in hochwertigen Restaurants ab. Japaner sind sehr naturverbunden und schätzen den natürlichen Klang und die handwerkliche Fertigung. Jede Deleika-Drehorgel wird in Handarbeit und nach individuellen Wünschen gebaut. Zwei Mitarbeiter unterstützen Rafeldt. „Mit dem Pfeifenkern bestimmt der Orgelbauer Ton und Klangfarbe“, erklärt der Chef. Fein sortiert liegen die Rohteile zur Pfeifenherstellung im Regal. Eine Pfeife besteht aus bis zu neun Einzelteilen. Dafür verwendet er einjähriges und astfreies Fichtenholz aus Skandinavien. Das Labium, die Lippe der Pfeife, wird per Hand gefeilt. Jede Pfeife steht für einen Ton und in einer Drehorgel von Deleika sind zwischen 16 und 103 Pfeifen verbaut. „Das Pfeifenwerk ist das Herzstück der Orgel“, so Kai Rafeldt. Und Deleika-Drehorgeln haben sich über die Jahre einen gewissen Ruhm mit ihrer Klangfarbe erarbeitet. Aber nicht nur die Pfeifen auch das Windwerk entsteht in akribischer Detailarbeit. Ganze Rinderhäute hängen in der Werkstatt, aus denen der Blasebalg gefertigt und danach auf das ebenfalls selbst gebaute Holzgerüst gespannt wird. Die Ventile sind dabei aus echtem Ziegenleder. Die Windlade, die die Luft zur Pfeife bringt, fertigen Rafeldt und seine Mitarbeiter aus Ahorn. Die Bälgchen werden mit gegerbter Fischhaut überzogen. „Damit funktioniert der feine Mechanismus unabhängig von Feuchtigkeit und Temperatur“, erklärt der Profi. Kai Rafeldt, gebürtig aus Gerabronn, ist kein gelernter Orgelbauer. Er ist Bürokaufmann und als Quereinsteiger Mitte der 80er Jahre zum Leierkasten gekommen. Gerhard Fischer, auch kein Orgelbauer, sondern Feinmechaniker, hat 1981 das Unternehmen in Crailsheim gegründet. Nach einer Zwischenstation nahe Heilbronn wurde die Firma 1996 bei Dinkelsbühl ansässig. „Das Handwerk habe ich vom Firmengründer gelernt“, erzählt Kai Rafeldt. Bis auf die Intarsien für das Gehäuse und Metallarbeiten wird bei Deleika alles selbst und in der eigenen Manufaktur gefertigt. Hoher Besuch aus Russland Aktuell steht ein besonderes Instrument kurz vor der Fertigstellung: Eine Hybrid-Drehorgel für einen russischen Geschäftsmann. Jener kam mit Chauffeur, Übersetzer und Gefolge nach Waldeck und bestellte eine Drehorgel, mit der er das jährliche Festival, welches er auf seinem Schloss nahe St. Petersburg veranstaltet, eröffnen will. Das Gehäuse zieren Intarsien, die Rafeldt bei einem Partner in Bergamo fertigen lässt. Die Orgel...

Bio-Pool mit Himalayasalz

Gerd Frank schafft Lebensträume im eigenen Garten Immer heißere Sommer, belastende Umwelteinflüsse und weltweite Gesundheitsrisiken legen den Gedanken nahe, das Urlaubsgeld für eine Wellness-Oase im eigenen Garten zu investieren. Gerd Frank, hat sich als ehemaliger Geschäftsführer einer Garten- und Landschaftsfirma eine feste Stammkundschaft aufgebaut. „Ich wollte mich nie selbstständig machen, aber die günstigen Voraussetzungen ließen nur eine Entscheidung zu”, so Gerd Frank. Nachdem seine Beschäftigung aufgrund einer Betriebsaufgabe wegfiel, bot sich die Gelegenheit, mit seinem großen Kundenstamm eine eigene Firma in Vorbachzimmern im Landkreis Niederstetten zu gründen. Das leer stehende Elternhaus mit angrenzender Scheune war der ideale Platz, um einen Neuanfang mit einer Garten- und Landschaftsbau Firma zu wagen. Seit 2007, mit anfangs zwei Mitarbeitern, schafft der ausgebildete Landschaftsgärtner und Betriebswirt Gartenträume mit Wasseroasen. Im Jahr 2011 wurden Aufenthaltsräume für die bis heute 13 Mitarbeiter mit dazugehörigen Sanitäranlagen und eine Maschinenhalle gebaut. Das Angebotsspektrum der Firma Frank reicht von der Gartenneuanlage, der Umgestaltung bis hin zur Gartenpflege. Gestaltungselememt Pool Seit 2019 bietet er den Bau von Biodesign-Pools an. So ein Pool hat sehr viele Vorteile, wie Gerd Frank noch erklären wird. Der sogenannte Biodesign-Pool ist für alle Größen von Gärten geeignet. Durch die Bauweise aus einzelnen Naturmaterialschichten, die partiell aneinandergelegt und mit natürlichem Dehnfugenmaterial verbunden werden, ist jeder Pool individuell formbar. Die kleinste Wasseroase kann optimal in die Gartenlandschaft integriert werden. Ob großer oder kleiner Pool, die Stilrichtungen variieren vom mediterranen Ambiente, einer Strandatmosphäre oder einer Bergseeatmosphäre. Einfach und günstig „Ich habe einen Kunden, dessen Zugang zum Garten gerademal einen Meter breit ist. Hier wäre bei herkömmlichen Poolbaumethoden ein Kran zum Abtransport des Erdaushubs und der Materialbereitstellung für den Aufbau notwendig“, schildert Frank. Für die neuartige Bautechnik ist lediglich eine Schubkarre und ein Minibagger von Nöten. Auch der Erdaushub ist um ein Vielfaches geringer. Es wird nur so viel Erde ausgebaggert, wie für die tatsächliche Größe notwendig ist. Die bisherige Bauweise schreibt ein Ausbaggern des Erdreiches von jeweils einem Meter rund um den Pool vor. Das spart viel Zeit und Geld. Ebenso ist eine Betonbodenplatte unnötig. Unschlagbar ist, dass der Poolbau zu jeder Jahreszeit umgesetzt werden kann. Ein beheizbares Zelt über dem Bauprojekt ermöglicht die Arbeit bei jedem Wetter. Für die Wasseraufbereitung empfiehlt Frank das natürliche Himalayasalz mit Elektrolyse. Es reinigt zuverlässig, umweltschonend und wirkt gesundheitsfördernd für die Haut, den Säure-Basen-Haushalt, wirkt blutdruckregulierend und trägt zur Reinigung und Entschlackung des Darmtraktes bei. Der Salzgehalt beträgt lediglich ein Zehntel des natürlichen Meerwassers. Die Wassertemperatur eines Biodesign-Pools ist aufgrund der Natursteinstruktur im Schnitt um vier Grad höher als in einem mit Chlor gereinigten Pool – die Badesaison wird dadurch verlängert. Zudem wird durch die Flachwasserzone am äußeren Rand das Aufheizen der Wassertemperatur gefördert. „Eine Poolheizung kann auf Wunsch natürlich auch eingebaut werden“, erklärt der Fachmann. Oft lässt sich die Heizanlage mit dem Wärmeüberschuss der vorhandenen Hackschnitzel- oder Solarheizung verbinden. Apropos Wasser – das Poolwasser kann Sommer wie Winter im Becken bleiben und muss erst nach zwei Jahren ausgetauscht werden. Die Badeoase wirkt im Winter wie ein Naturteich in der Gartenlandschaft. Durch den Einsatz von Hochleistungsmaterialien und patentierter Hydrauliktechnologie ist das System in der Lage, das ganze Jahr optimal gefiltertes Wasser mit 50 Prozent weniger Energieaufwand als herkömmliche Filtersysteme bei gleichen Betriebsstunden zu produzieren. Die gesamte Reinigungstechnik findet auf einer Fläche von einem Quadratmeter Platz und ist mit einem Zeitaufwand von einer halben Stunde pro Woche ausreichend gewartet. Den Kunden wird ein Poolroboter, der die Wände und Böden ein Mal pro Woche abbürstet, empfohlen. Bei der Planung wird die Form, die Tief- und Flachwasserzonen und der Strandbereich gestaltet. Selbst die Liegeflächen mit integrierten Whirlpooldüsen werden während der Bauphase auf den Kunden durch Probeliegen abgestimmt. Sitzsteine und Findlinge geben der Poollandschaft eine natürliche Note. Eine integrierte heiße Quelle oder ein Wasserfall machen den Heimpool zu einer individuellen Wasseroase. Für Sportler kann auch eine Gegenstromanlage für das tägliche Training eingebaut werden. „Wir nehmen uns Zeit für die Beratung und Planung für einen Traum im...

Am Puls der Zeit

Im kleinen Lohr gibt es ein großes Autohaus: VW und Audi von Nölscher Ein Glaspalast und rundherum Autos soweit das Auge reicht: In Lohr, im Grenzgebiet zu Baden-Württemberg, wird Auto ganz großgeschrieben. Die Familie Nölscher betreibt hier in der dritten Generation ein Autohaus für die Marken Audi und Volkswagen, das man eher in den Großstädten Deutschlands vermuten würde. Norbert Nölscher steht an der Spitze des Unternehmens. Mit dem gleichen Ehrgeiz, mit dem er als leidenschaftlicher Fußballer gekickt hat, führt er auch das Unternehmen auf der Erfolgsschiene. „Was im Audi-Konzern machbar ist, das haben wir erreicht“, sagt er. Eine der Besten bei Audi Die Automobilbranche ist hart umkämpft. Mitte der 90er Jahre gab es deutschlandweit etwa 3 000 Audi Partner. Im Jahr 2020 sind davon noch 360 Audi Betriebsstätten übrig, die von rund 180 Inhabern geführt werden. Gerade mal gut zehn Prozent haben also überlebt. Das Autohaus Nölscher gehört darunter zu den besten. In den Jahren 2006, 2007, 2017 und 2018 gewann das Autohaus den Audi Business Cup, die höchste Manager-Auszeichnung von Audi. Aber nicht nur Audi, auch Volkswagen gehört zum Portfolio in Lohr. „Wir sind in der glücklichen Lage als exklusive Händler beide Marken in einer eher strukturschwachen Region zu betreuen“, so Nölscher. Das Marktverantwortungsgebiet des Autohauses liegt im Altlandkreis Rothenburg, in Uffenheim und in Bad Windsheim. Wie kann ein klassisches Autohaus am flachen Land mit diesem Erfolg existieren? Grund dafür ist die Exklusivsparte. Nölscher ist der größte Audisporthändler in Deutschland in einem Standort. „Mehr als die Hälfte unserer verkauften Audifahrzeuge sind Audi R8 und Audi RS“, erklärt Norbert Nölscher. Über die Jahre hat er sich in der Premiumbranche einen Namen gemacht und erfüllt unter „Nölscher Exclusive“ automobile Träume. Die Kunden dafür kommen aus ganz Europa, darunter so mancher Profifußballer – und sie wollen die flotten Flitzer sofort....

Schicker Schutz

Modische Masken aus Solidarität und als Standbein in der Krise Nicht zaudern, sondern machen – so kennt man Anett Utz, Rothenburger Unternehmerin. Drei Modeläden mit selbst entworfener und selbst gefertigter Kleidung für Damen und einer Auswahl für Herren betreibt sie unter dem Labelnamen „AnRa“ in der Altstadt. Anett Utz beschäftigt 22 Mitarbeiter, vorwiegend in Teilzeit. Als im Zuge der Corona-Krise alle Läden schließen mussten, war das für das Unternehmen ein harter Einschnitt. „Mein Kopf hat Tag und Nacht gerattert“, erzählt Anett Utz, „Bis mir die acht Masken eingefallen sind, die wir bereits im Januar genäht hatten.“ Als Ende Januar die ersten Opfer der Coronapandemie in Italien zu beklagen waren, besorgte die Chefin für ihre Mitarbeiter Masken. Da der Freitag im Unternehmen unter dem kreativen Aspekt steht, wurden daraufhin einfach mal Masken aus Stoff genäht. Acht waren noch da, als sich die Situation in Deutschland verschärfte und Hilfsaktionen in den sozialen Netzwerken Rothenburgs angestoßen wurden. Über die „Ugain“-Plattform von Facebook, die sich speziell an Rothenburger wendet, hat Anett Utz angeboten, allen Rothenburgern, die ehrenamtlich ihren Mitmenschen helfen, eine ihrer Masken zu schenken. „Die Resonanz war überwältigend“, erzählt Anett Utz. Nicht nur Nachfragen nach Masken erreichten sie, sondern auch die individuellen Geschichten der Helfenden. Als Unternehmerin hat Anett Utz natürlich auch ihre Mitarbeiter im Blick und will für Beschäftigung sorgen. Also hat sie alle offiziellen Stellen angeschrieben und Firmen, Landratsämtern, Pflegediensten und sogar dem Wirtschaftsministerium und Hubert Aiwanger ihre Masken angeboten. Innerhalb von wenigen Tagen wurden Hunderte von Mundschutzmasken bestellt. „Unser Mundschutz ist natürlich nicht zertifiziert“, weiß Anett Utz. Einen gewissen Schutz bietet er trotzdem, denn die Gefahr eigene Bakterien zu verteilen wird geringer und die Träger fassen sich nicht ungeschützt an den Mund. „Außerdem merke ich, dass beispielsweise beim Einkaufen die Menschen bewusst Abstand halten, wenn...