Ein Gespür für Brot...

Martin Neumeister ist Brotsommelier im Brothaus Sein Herz schlägt einfach fürs Brot. Martin Neumeister ist Bäckermeister, seit 36 Jahren im Job, 21 Jahre davon im Brothaus. Süße Stückchen oder Sahnetorten sind auch lecker, aber nicht so recht sein Ding. „Es war von Anfang an das Brot, das mich begeistert hat“, erzählt er. Nun hat er seinem Beruf die Krone aufgesetzt: In den vergangenen elf Monaten hat er beim Deutschen Brotinstitut in Weinheim die Ausbildung zum Brotsommelier gemacht. Im April hat er seine Abschlussprüfung. Rund 100 Spezialisten seiner Art gibt es in Deutschland. Was der Wein kann, kann das Brot schon lange. „Man glaubt gar nicht, wie viele Aromen ein Brot hat“, sagt Martin Neumeister und schnell ist klar, er lebt seine Leidenschaft. Er spricht vom Duft, der ihn einfängt, wenn er in die Backstube kommt, vom Knistern des Brotes, wenn er es aus dem Ofen holt, von der perfekten Kruste, wie sich die Krume im Mund anfühlt und welches Brot zu welchem Essen passt. Diese Detailliebe kennt man beim Wein, aber nun so viel Aufmerksamkeit für ein Stück Brot? „Viele wissen nicht, wie viel Herzblut und traditionelles Handwerk zu unserem Beruf gehört. Das möchte ich nach außen tragen“, stellt der angehende Brotsommelier fest. Der Sauerteigflüsterer Vor 21 Jahre hat er im Brothaus als Produktionsleiter angefangen. Damals hat er einen Sauerteig angesetzt, der noch heute die Basis für viele Produkte (unter anderem die Brotchips) ist. „Den Sauerteig hüte ich wie meinen Augapfel“, sagt Martin Neumeister, der auch den Spitznamen „Sauerteigflüsterer“ hat. Sein Sauerteig hat es als erstes deutsches Produkt in die Sauerteigbibliothek in Belgien geschafft. Dort werden 128 Sauerteige (die bis zu 150 Jahre alt sind) aus 25 Ländern aufbewahrt. Seit zwei Jahren ist Martin Neumeister der Produktentwickler im Brothaus. Wenn ein neues Brot im...

Zentraler Standort

Der „Gewerbepark Rothenburg und Umland“ in Endsee wächst Qualität zu guten Preisen – das suchen nicht nur private Konsumenten, sondern auch Unternehmen wissen das bei ihrer Standortwahl zu schätzen. Der „Gewerbepark Rothenburg und Umland“ hat da einiges zu bieten. Thomas Müller, seit November 2019 Wirtschaftsförderer für den Gewerbepark, sieht darin sogar„eines der letzten Juwele in Deutschland“. Lange Jahre war es ruhig um die Unternehmensansiedlungen in Endsee, wo der Gewerbepark verortet ist. Seit geraumer Zeit tut sich nun aber einiges. Das Projekt Gewerbepark ging 2004 an den Start und zwar als Zweckverband von sechs Gemeinden (Steinsfeld, Adelshofen, Ohrenbach, Neusitz, Geslau und Windelsbach) und der Stadt Rothenburg. Gemeinsam kauften sie in Endsee Grundstücke in der Gesamtgröße von 22 ha (bebaubare Fläche und Ausgleichsflächen). Knotenpunkt mit gutem Anschluss „Es sollten nicht Flächen in sieben Kommunen versiegelt werden, sondern ein gemeinsames Gewerbegebiet sollte entstehen“, so Margarita Kerschbaum. Die Bürgermeisterin von Steinsfeld, auf dessen Gemeindegebiet der Gewerbepark liegt, hat per Satzung den Vorsitz des Zweckverbands. Die Geschäftsleitung hat Michael Sommerkorn inne, Rechtsdirektor der Stadt Rothenburg. Beschlüsse werden in Verbandsversammlungen von der Vorsitzenden und zwölf Verbandsräten aus den Mitgliedsgemeinden gefällt. Sommerkorn sieht darin ein Musterbeispiel der interkommunalen Zusammenarbeit. Der Gewerbepark in Endsee hat eine zentrale Lage: Direkt an der A7 gelegen sind es keine 500 m bis zum Gelände, ohne Ortsdurchfahrt und Ampel dazwischen. Der Anschluss zu den Autobahnen A6 und A3 ist in kurzer Fahrtzeit erreichbar. Modernste Technik und Energieversorgung sind vorhanden und ein eigener Gleisanschluss wäre machbar. Mit Rothenburg ist eine weltbekannte Stadt in direkter Nähe, die alle Bildungseinrichtungen und eine hohe Lebensqualität für Mitarbeiter und Führungskräfte bietet. Als erstes Unternehmen hat sich 2004 die „bk Group“ von Gerold Wolfarth in Endsee angesiedelt. Die „bk Group“ ist im Bereich Objektausbau und Facility Management tätig. Nach vier Erweiterungen entsteht...

Wolle direkt vom Alpaka

Dagmar Geimann „spinnt“ aus Leidenschaft „Hier kann man die Wolle seiner Socken besuchen“, sagt Dagmar Geimann während sie geübt kleine Röllchen aus feinsten Haaren durch ihre Finger laufen lässt. Dagmar Geimann spinnt die Haare ihrer Alpakas, das sogenannte Vlies der Götter, zu besonderer Wolle. Und manchmal sehen ihr die Wallache Brillant oder Gordi dabei zu. Gemeinsam mit ihrem Mann Jürgen hat sie die ehemalige Scheune des Wohnsitzes der Familie in Gunzendorf (bei Geslau) zum erweiterten Wohnzimmer umgebaut. Zwei bunte Lehnstuhlsessel stehen da sowie mehrere Spinnräder. Jahreszeitlich passende Dekoration sorgt für noch mehr Gemütlichkeit. Daneben leben hinter einer Art Heuzaun mit Sichtfenster ihre 21 Alpakas. Tagsüber können die Tiere auf die Weidefläche, abends haben sie Familienanschluss zu den Geimanns. „Die Alpakas sind unsere Leidenschaft“, sagt Jürgen Geimann. Ihr Leben mit den Alpakas begann vor fast zehn Jahren. „Wir wussten, dass wir Tiere in unserer Nähe haben wollen“, so Dagmar Geimann. Im Fernsehen haben sie eine Dokumentation über Alpakas gesehen und dachten, das wäre vielleicht was. Die beiden haben sich deutschlandweit Alpakashows angesehen und Kontakt zu Ilona Kindler von den Taubertal Alpakas aufgenommen. „Etwa zwei bis drei Jahre ist die Idee gereift“, so Jürgen Geimann. Im Jahr 2015 zogen dann die ersten vier Wallache in Gunzendorf ein. Der Kreislauf schließt sich Nach und nach kamen weitere Tiere dazu. „Eigentlich wollten wir nicht züchten“, so Dagmar Geimann, aber irgendwann war die Zeit auch für Stuten reif. Sieben Jungtiere sind mittlerweile in Gunzendorf geboren. „Wir haben nie ein Tier verkauft“, sagen die beiden mit Nachdruck, „Sie sind uns einfach alle ans Herz gewachsen.“ Einmal im Jahr müssen Alpakas geschoren werden. „Da stellte sich die Frage, was machen wir mit der Wolle“, erklärt Dagmar Geimann. Klar, kann man sie verkaufen, aber sie dachte, wäre doch eine runde Sache, selbst Wolle daraus zu spinnen. Dagmar Geimann hat dann einen Spinnkurs besucht – und war total frustriert. Spinnen ist alles andere als einfach. Aber der Eifer hat sie gepackt. „Da hat sich das Rad dann einige Kilometer gedreht, bis ich gesagt habe, jetzt passt’s“, erinnert sie sich. Alpakawolle zählt zu den Edelfasern und ist eine der wertvollsten Wollen der Welt. Sie hat kein Lanolin oder Fett, kratzt nicht, ist feuchtigkeitsabweisend und thermoregulierend. Aber bis zum fertigen Wollknäuel ist es ein weiter Weg. Dagmar Geimann schätzt, dass sie für 100 g Wolle mindestens zehn bis zwölf Stunden ihrer Zeit investiert. „Das ist ein Hobby“, sagt sie. Die Wolle könnte sonst niemand bezahlen. In ihrem erweiterten Wohnzimmer stehen Säcke mit Rohwolle. Zuerst werden die Haare auf einem Gittertisch grob sortiert. Zur Weiterverarbeitung für ihre Wolle nimmt Dagmar Geimann nur die besten Anteile. Da die Wolle noch voller Heuhälmchen ist, muss sie akribisch ausgezupft werden. Von Hand, versteht sich. „Dann weiß ich, dass sie sauber ist“, erklärt sie. Danach geht es ans Kardieren. Mit zwei Handkarden, eine Art breite Drahtbürste, werden die Fasern gegeneinander gebürstet und so in eine Richtung gelegt. Mit einem lässigen Schwung dreht Dagmar Geimann die Haarpracht dann zu einer sanften Rolle, dem sogenannten Roleg. In diesem Arbeitsschritt fügt sie manchmal auch einige farbige Fasern wie Merinoseide dazu. Das ist aber nur eine feine Note, denn ihr Anliegen ist es, 100 Prozent reine und ungefärbte Alpakawolle anzubieten. „Alpakas gibt es in 22 Naturfarben“, erklärt sie und zeigt auf ihre eigenen Tiere. Ganz helle, beige, braune, ein fast schwarzes Suri oder auch zweifarbige Tiere sind darunter – und diese ganze Spannbreite zeigt sich in der selbst gesponnenen Wolle. Aus den Rolegs entsteht dann der Wollfaden. Dagmar Geimann hat ein besonders schönes Spinnrad aus Neuseeland. Während sie mit den Füßen das Spinnrad antreibt, zieht sie auf wundersame Art an den Rolegs und lässt feine Fäden auf eine Spule laufen. „Das hat etwas Meditatives“, sagt sie. Drei Durchgänge braucht es, bis aus den einzelnen Rolegs ein zweifädig gesponnenes Wollgarn wird. „Das kommt dann zum Aushängen einen Tag auf die Kreuzhaspel, wird danach per Hand mit Babyshampoo gewaschen und muss zwei...

Systemsteuerungstechnik 4.O

Firma KaSperr GmbH – vom „SmartHome“ bis zur Industrieautomation Es ist schon eine gute Sache, wenn die Heizung in kalten Wintern automatisch gesteuert wird oder die Rollos an heißen Sommertagen zur rechten Zeit heruntergelassen werden. Das geht über zentrale Steuerungsanlagen. Ob automatisierte Haustechnik, auch „SmartHome“-Technik oder Steuersysteme für Industrieanlagen, die Firma KaSperr GmbH in Neusitz ist diesbezüglich ein Senkrechtstarter. Sie haben schon als Klassenkameraden in der Berufsschule von einer gemeinsamen Firma geträumt. Die Ausbildung zum „Elektrotechniker für Betriebstechnik“ machten Daniel Sperr aus Neusitz und Adrian Kreher aus Frankenhardt in unterschiedlichen Betrieben. Die befreundeten jungen Männer hatten ihren Fokus auf eine gemeinsame berufliche Selbstständigkeit nie aus den Augen verloren. Um fachlich möglichst breit aufgestellt zu sein, wählte Daniel Sperr die Meisterlaufbahn im Bereich Elektrotechnik und sein künftiger Firmenkompagnon ließ sich zum Elektrotechniker fortbilden. „Auf diese Weise sind wir für Aufträge im Elektriker-Handwerk, im privaten Bereich und für die Industrietechnik gut gerüstet“, so Sperr. Das ist jetzt schon einige Jahre her. Am 1. April 2016 wagten die beiden den Sprung ins kalte Wasser. Der neugebaute Firmensitz in Neusitz wurde im letzten Jahr fertiggestellt. In den Bereichen „SmartHome“-Technik oder Steuersysteme für industrielle Reinigungsanlagen fassten sie schnell Fuß und sind heute fachkompetente Partner für Privatkunden im Bereich Haustechnik und für Unternehmen auf der ganzen Welt. In mehr als 70 Ländern (darunter Simbabwe, Vietnam, Australien und europäische Staaten) ist die Firma KaSperr GmbH unterwegs. „Wir stellen unter anderem Steuersysteme und Schaltkästen für Hygieneschleusen und Waschanlagen für wiederverwendbare Euro-Boxen im Lebensmittelbereich her“, so Sperr. Darunter sind aber auch Reinigungssysteme wie für den 600 Liter Container eines bekannten deutschen Herstellers für Backmischungen. Die automatische Steuerung aller haustechnischen Bereiche wie Fenster-Rollladen, energieeffiziente Heizungs-, Lüftungs- und Lichtanlagen gehören ebenfalls zum Angebotsportfolio der Firma. Um die Energieeffizienz eines Wohnhauses zu verbessern, ist auch eine nachträgliche Installation von System-gesteuerter Haustechnik möglich. Guter Service Die Inbetriebnahme und der Wartungsservice der Steuerungssysteme ist auch Aufgabe der Jungunternehmer. Bei der Inbetriebnahme lassen sich über sogenannte „Touch Panel“ Grundeinstellungen wie das Licht- und Energiemanagement im Haus oder Waschzyklen, die Wassertemperatur und Wassermenge von industriellen Reinigungsanlagen festlegen und steuern. Im Falle einer Störung hat sich die KaSperr GmbH auf sehr kundenfreundliche Lösungen eingestellt. Aufgrund der großen Entfernung der Unternehmen, teilweise bis auf die andere Seite der Weltkugel, stellen die beiden Elektrotechniker sicher, dass der Kunde möglichst autark agieren kann, was die Behebung von technischen Störungen, die Wartung oder Funktionsänderungen über das „Touch Panel“ angeht. Gerade in der Lebensmittelindustrie sollte eine Reparatur schnell vonstattengehen. „Deshalb muss die Systemsteuerung einfach aufgebaut und Ersatzteile schnell zu beschaffen sein“, sagt Kreher. Dafür arbeiten sie mit einem der weltgrößten deutschen Zulieferer zusammen, um das gewährleisten zu können. Zum Glück gibt es heutzutage auch die Möglichkeit, Fernwartungen online durchzuführen. Ein Elektriker des Kunden vor Ort erhält im Falle einer Störungsmeldung über Onlinekontakt Anweisungen zur Instandsetzung. „Manche Systeme beim Kunden lassen sich auch über eine computergesteuerte Netzwerktechnik (auch ‚Human-Interface-Schnittstelle‘ genannt) von unserem Computer aus steuern und gegebenenfalls Störungsdiagnosen erstellen und beheben“, erklären die beiden Fachleute. Für die in Iphofen ansässige „Knauf Gips KG“ übernimmt die Firma KaSperr die elektrische Hardware-Planung aller Standorte weltweit und tritt bei Problemen vor Ort in Aktion. „Wir suchen nach ständiger Optimierung der Produktionsabläufe durch Anpassung der Steuerungsmechanismen und Systemerweiterungen“, so die Unternehmer. Über die gute Zusammenarbeit mit der fränkischen Firma bekommt die Firma Empfehlungen zu neuen Kunden, wie zu Lebensmittelproduzenten mit Mehrwegverpackungen. Gerade in diesem Bereich ist der Einsatz von effektiver Systemsteuerung für Waschanlagen gefragt – eine gute Marktnische also, in die sich die Firma KaSperr GmbH eingearbeitet hat. Der immer größer werdende Trend zu Mehrwegbehältnissen bedingt eine immer größer werdende Nachfrage nach Reinigungsanlagen. Die permanente Weiterentwicklung in der Elektrotechnik, insbesondere im IT-Bereich, stellt die Kompetenzen der Freunde immer wieder vor neue Herausforderungen. Doch sie bleiben „up to date“, wie man im Englischen zu sagen pflegt. Sowohl in der Haustechnik als auch in der Industrietechnologie kennen sich Daniel Sperr und Adrian Kreher gleichermaßen aus. Sie stehen immer...

Salzwasser, Musik und Licht

Neues Schwebeerlebnis in der Franken-Therme in Bad Windsheim Warum ans Tote Meer fahren, wenn in der Franken-Therme Bad Windsheim das Schwebeerlebnis im Salzwasser nicht nur vergleichbar, sondern vielleicht sogar besser ist. Seit Ende Oktober gibt es in einer neuen Halle dreimal am Tag ein Badeerlebnis für alle Sinne. „Sinnfonie“ heißt die 15-minütige Musik- und Lichtshow, die die Badegäste im schwebenden Zustand im 12-prozentigen Solebecken erleben können. „Es war unser Ziel, ein weiteres Alleinstellungsmerkmal zu haben“, so Geschäftsführer Oliver Fink. Die Franken-Therme Bad Windsheim gibt es seit 2006. Ein nahe gelegener Salzstollen macht es möglich, dass mitten in Franken Thermalsole sprudelt. Rasantes Wachstum Der Erfolg war vorprogrammiert und die Anlage kam sogar schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. 2018 fiel dann die Entscheidung für umfangreiche Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen. Insgesamt elf Millionen (vier Millionen Fördermittel und sieben Millionen Eigenmittel vom Zweckverband, bestehend aus der Stadt Bad Windsheim und dem Landkreis Neustadt a.d. Aisch) sind bis Ende Oktober 2021 in das Projekt geflossen. Die offizielle Einweihung der neuen Badehalle mit Lichtshow war somit der letzte Paukenschlag. „Das 12-prozentige-Schwebe-Becken in der neuen Badehalle hat eine Wasserfläche von 180 m²“, erklärt Marketing-Chefin Sylvia Knoll-Peterson. Schon allein die Größe des Beckens mit 240 000 Liter Fassungsvermögen sei eine Besonderheit. Die Idee, das „Floating“-Erlebnis in Salzwasser mit passenden Unterhaltungselementen zu untermalen, gibt es schon seit vielen Jahren. Allein die baulichen Gegebenheiten haben eine Umsetzung nicht ermöglicht. Im Rahmen der Erweiterung ist nun die neue Badehalle entstanden, technisch und räumlich auf das Projekt abgestimmt. Stimmiges Konzept Täglich um 11, 15 und 19 Uhr verdunkeln Jalousien die halbrunde Außenfassade mit Blick auf die Kuppel über dem Salzsee. Langsam färbt sich das Wasser durch Beleuchtung in ein schimmerndes Blau. Nebel wird eingeblasen. Aber keine Sorge, der ist ungefährlich und besteht nur aus Wasserdampf. Raumgreifende Lichtstrahlen, kleine Lichtspiele oder sich öffnende Laserhorizonte spielen im Nebeldunst mit Raum und Wirkung. In manchem Moment erscheinen sogar Nordlichter am fränkischen Badehimmel. Dazu erklingen vielschichtige Klänge: sphärische Töne ebenso wie der feine Gesang des Windsbacher Knabenchors. „Zwei der drei Shows wurden von dem Komponisten Axel Manseicher in Zusammenarbeit mit dem Windsbacher Knabenchor eigens für uns entwickelt“, so Knoll-Peterson. Alle Sinne werden bei der Show angesprochen und die raumfüllenden Klänge sind über und unter Wasser zu hören. Das Schwebeerlebnis „Sinnfonie“ ist im Eintrittspreis in den Hochsolebereich (alle Becken ab 4 Prozent Solegehalt) inklusive. Oliver Fink sieht die Franken-Therme in Bad Windsheim nun gut aufgestellt. Insgesamt umfasst die Anlage eine Fläche von 18 000 m2. Rund 12 000 m² sind überbaut. Die Kapazität ermöglicht in normalen Zeiten den Besuch von 1 200 Badenden gleichzeitig. Auf der Webseite der Therme (www.frankentherme.net/) finden sich die aktuellen, Corona abhängigen Vorgaben für den Besuch. „Die Franken-Therme in Bad Windsheim ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor“, so Fink. Neben ihrer Anziehungskraft für Kurgäste und Touristen ist die Therme auch ein wichtiger Arbeitgeber. Etwa 130 Mitarbeiter sorgen für einen entspannten Aufenthalt....

Der fleißige Klaus

Ein Cobot von Bayer aus Wörnitz Er hat was Sympathisches an sich: Klaus, der Cobot mit den runden Formen, packt unermüdlich an. Karton nach Karton stapelt er auf eine Palette. Hat er eine Lage fertig, saugt er einen Pappkarton als Zwischenboden an und legt ihn darüber. Und dann fängt er wieder von vorne an. Im Labor der Firma Bayer in Wörnitz, die als Konstruktionsbüro seit 1999 im Maschinenbau und für die Automobilindustrie tätig ist, findet gerade der Testlauf für einen neuen Auftrag statt. Mit dem fleißigen Klaus will das Unternehmen den Mittelstand auf dem Weg zur Automatisierung unterstützen. „Klaus ist ein kollaborierender Roboter“, erklärt Geschäftsführer Uwe Kranz. Durch die jahrzehntelange Verbindung zur Automotive, wo Roboter im Karosseriebau längst eingesetzt werden, ist die Robotik eine der Kernkompetenzen des Unternehmens. Mit Klaus bringt die Wörnitzer Firma nun eine eigene Entwicklung auf den Markt. Als kollaborierender Roboter, kurz Cobot genannt, kann er gemeinsam mit dem Menschen arbeiten. „Ich vergleiche das gerne mit einem Garagentor: Wenn man näher hinkommt, hält es an“, so Kranz. Ein Industrieroboter muss in einem gesicherten Bereich arbeiten, denn er erkennt den Menschen nicht und würde ihn verletzen. Ein Cobot hat dagegen nicht nur abgerundete Formen, sondern ist auch mit Sicherheitssensoren ausgerüstet. Kommt ihm der Mensch näher, stoppt er einfach. „Da wir aus der Automotive kommen, waren wir verwundert, wie wenig Automatisierung in mittelständischen Unternehmen umgesetzt wird“, sagt Kranz. Seit etwa zwei Jahren hat die Firma Bayer daher Cobots im Programm. Das Unternehmen hat sechs Hersteller im Portfolio, von denen sie die Roboter, sozusagen das Grundgerüst, beziehen. Jeder Cobot ist einzigartig Diese Standardcobots können nun aber noch nichts. „Ein Cobot ist kein Massenprodukt, sondern wird für die individuellen Anforderungen des Kunden programmiert und ausgerüstet“, erklärt Marco Hänschen, Leiter Engineering bei Bayer. Die Beratung vor...