Sinnfrage Aug02

Sinnfrage

Liebe Leser, hat Sie schon mal jemand gefragt, wofür Sie eigentlich brennen? Welche Passion prägt Ihr Leben, was ist der Motor, der Sie antreibt? Die Antworten auf diese Fragen sind gar nicht so einfach. Der Alltag mit all seine Routinen und Pflichten ist nicht gerade förderlich, um ein inneres Feuer zu entfachen. Gerade deswegen bin ich immer wieder aufs Neue fasziniert, wenn ich auf Menschen treffe, die mit Leidenschaft ihren ganz eigenen Weg gehen. Und dafür muss man nicht an ferne Orte reisen oder sich verrückte Sachen einfallen lassen. Nein, diese Menschen leben mitten unter uns, zum Beispiel in Großharbach. Natascha Kettenacker macht seit 20 Jahren, was heutzutage en vogue ist: Sie lebt nachhaltig, im Einklang mit der Natur und weitgehend von selbst hergestellten Lebensmitteln (Seite 86). Ganz anders sieht es bei Andreas Flaig aus. Er brennt für den Tango Argentino und will in Kirchberg eine Tangoszene etablieren (Seite 12). Dass wir von ROTOUR selbst für Rothenburg brennen ist kein Geheimnis. Für diese Ausgabe haben wir die Rothenburger Stadtführer besucht. Klar, es ist ihr Job, den Gästen die Stadt zu zeigen, aber diesen machen sie mit Herzblut und entdecken immer wieder Neues im Altbekannten (Seite 16). Es ist uns ein Anliegen in ROTOUR zu zeigen, was es alles für Lebenskonzepte, Passionen, besondere Neigungen gibt – und zwar hier in Franken und Hohenlohe. Seit 18 Jahren machen wir dies und ein Ende ist nicht in Sicht. Nun müssen Sie nur noch herausfinden, wofür Sie brennen. Wenn Sie so weit sind, lassen Sie es uns wissen. Ihre Andrea...

Traumurlaub Jul01

Traumurlaub

Liebe Leser, planen Sie gerade Ihren Sommerurlaub? Wohin soll es gehen: Italien, Kroatien oder doch lieber eine Flugreise. Vergessen Sie es. Auf den Autobahnen sind kilometerlange Staus, das 9-Euro-Bahnticket ist eine Garantie für Stress und im Flugzeug mit Maske sitzen ist auch nicht entspannt. Bleiben Sie doch einfach mal hier. Unsere Juli-Ausgabe von ROTOUR liest sich wie ein Paradeprogramm für einen der besten Urlaube, den Sie je haben werden. Italien mit seinen historischen Gassen hat natürlich einen ehrwürdigen Vertreter in Rothenburgs Altstadt. Wer aber noch mehr möchte, der kann in die Hammerschmiede nach Gröningen fahren (Seite 9). Das Kulturdenkmal hat eine der letzten funktionsfähigen Hammerschmieden Süddeutschlands, die in Aktion zu sehen sind. Wer eher der Flugreisende ist, kann im Landesluftbildzentrum in Neustadt/Aisch ganz Bayern aus der Luft betrachten (Seite 5). Und das Ganze ohne Maske und interaktiv aufbereitet. Für kulturaffine Freizeitfans eignet sich die Ausstellung in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall zum Thema „Sport, Spaß, Spiel“ (Seite 124). Outdoor-Urlauber dagegen sollten sich mal in die erste Reihe bei den Flugvorführungen der Falknerei von Schloss Schillingsfürst setzen (Seite 56). Die Adler streifen dabei gerne mal mit ihren Schwingen die Köpfe der Zuschauer. Blättern Sie durch die 108 Seiten von ROTOUR und lassen Sie sich entführen in die Besonderheiten von Rothenburg, Hohenlohe und Franken. Langeweile wird im Heimaturlaub sicher keine aufkommen. Ihre Andrea...

Traumhaft Jun01

Traumhaft

Liebe Leser, vor zwei Jahren gab es keine eigenständige Juni-Ausgabe. Wir hatten uns kurz nach Ausbruch der Coronapandemie dazu entschlossen, Mai und Juni als eine Doppelnummer erscheinen zu lassen (dafür gab es dann eine einzelne November-Ausgabe). Im Frühjahr 2020 war klar, es wird keine „Meistertrunk“-Aufführungen an Pfingsten geben, keinen Umzug, kein Feldlager. Und auch sonst wird wohl im Mai und Juni nicht viel los sein. Alle unsere Gesprächspartner, alle Veranstalter haben sofort abgewunken, wollten wir verlässliche Informationen für die nächsten Monate. Dass diese Situation mehr oder weniger intensiv für zwei Jahr so bleiben würde, hätten wir damals nie und nimmer gedacht. Über die letzten zwei Jahre hinweg haben wir daher fast vergessen, wie es sein kann, wenn Veranstalter uns plötzlich fragen „Habt ihr noch ein Plätzchen, um auf unser ‚Tauberleuchten‘ hinzuweisen“. Gesprächspartner sind nur zu gern bereit, sich mit uns zu treffen und über ihre Unternehmen oder Erlebnisse zu berichten. Keine Telefoninterviews mehr, keine Termine per Skype, keine zugigen Outdoor-Treffen. Und dann das ganze noch ohne Maske – es ist fast wie ein Traum. In manchen Momenten tauchen aber Bedenken in unserem Traum auf: Wird das auf Dauer gut gehen? Holen uns im Herbst die Restriktionen wieder ein? Aber dann wachen wir auf und freuen uns einfach nur, dass Pfingsten wie gewohnt in Rothenburg stattfindet (ab Seite 5) und wir inhaltlich aus dem Vollen schöpfen können. Wir genießen es, solange es möglich ist. Ihre Andrea...

Schmackhaft Mai01

Schmackhaft

Liebe Leser, nun ist er da, der Wonnemonat Mai. Die Sonne scheint, die Bäume tragen erste Blätter, die Blüten sprießen und von Corona hat jeder im Moment die Nase voll. Wir auch. Wir sind froh, unsere altbekannte Normalität in weiten Bereichen zurückzuhaben. Das Verrückte daran ist, dass sich das neu und verwegen anfühlt. Erstmals haben wir in dieser ROTOUR-Ausgabe wieder einen Veranstaltungsteil, der immerhin 25 Seiten umfasst. Das gab es seit zwei Jahren nicht mehr. Der Mai mit all seiner treibenden Urkraft wird in diesem Jahr seiner Bestimmung mehr als gerecht. Aber natürlich dreht sich bei ROTOUR nicht alles um Feste, Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen, Oldtimer-Ausfahrten oder Sport-events. Zusätzlich zu unserem monatlichen Überblick, was in der Region geboten ist, wollen wir Sie auch über Unternehmen, besondere Menschen und gewagte Ideen informieren. Am Campus Rothenburg werden Studenten in zukunftsorientierten Berufen ausgebildet. Manuel Raisch begleitet Menschen als Redner sowohl am schönsten Tag im Leben als auch beim Abschied aus dem Leben. Und Theresa Dietterle-Neumann formt Babybäuche in Gips ab. Wir haben Erhard Reichert besucht, der sowohl als Lehrer als auch als Aktiver der „Rothenburger Stadtpfeifferey“ über Jahrzehnte in die Gesellschaft hineingewirkt hat. Und falls Sie ganz intensiv Heimatverbundenheit leben möchten, dann backen Sie doch mal das Rezept aus unserer Serie „Heimatküche“ nach. Einfach und schmackhaft. So wie Leben sein soll. Ihre Andrea...

„Nauswärts“ Mrz09

„Nauswärts“

Liebe Leser, wenn der Franke feststellt, dass es nun „nauswärts“ geht, dann ist wahrlich Entspannung in Sicht. Die fränkische Mentalität ist ja nicht gerade für ihre Spritzigkeit bekannt, sondern eher von kritischer Zurückhaltung geprägt. Aber nun werden die Tage wärmer, sonniger, länger und auch Corona scheint seinen Schrecken zu verlieren. Das kleine fränkische Wörtchen „nauswärts“ wird so zum Synonym für ein unbeschwertes Lebensgefühl. Mit der März/April-Ausgabe von ROTOUR wollen wir Schritthalten mit der neuen Leichtigkeit. Wir haben uns mit einem frisch gebackenen Brotsommelier unterhalten und stellen Ihnen Daniel Kübler vor, der für Alexander Gerst schwäbische Maultäschle ins All geschickt hat. Hört sich alles ein bisschen verrückt an, aber waren sie schon mal in einem Zahnmuseum? In unserem Beitrag können sie sich einen ersten Eindruck davon machen. Der neu aufkeimende Energieschub im Frühjahr ist immer auch eine gute Zeit, um die Zukunft zu schmieden. Auf privater Ebene unterstützt dabei die Therapeutin Stefanie Theuerl. Für unternehmerische Zukunftsprojekte gibt es den „Gewerbepark Rothenburg und Umland“, der mit innovativen Konzepten punktet. „Nauswärts“ bedeutet nicht nur, dass das Wetter besser wird, sondern auch Geist und Seele starten neu durch. Der Veranstaltungsreigen nimmt langsam wieder Fahrt auf und Konzerte, Ausstellungen, sportliche Läufe bis hin zum Fallschirmsprung werden angeboten. Wir Franken können nun definitiv den Turbo zünden. Ihre Andrea...

Schneller! Jan10

Schneller!

Liebe Leser, und weiter dreht sich das Lebenskarussell mitten hinein ins Neue Jahr. Würden Sie genauso gerne wie ich so manchen Ballast im alten Jahr zurücklassen? Ich nehme mal an, dass da bei den Meisten an erster Stelle Corona stünde. Aber nichts gibt‘s. Corona lässt sich einfach nicht abschütteln. Also haben wir Corona auch in dieser ROTOUR-Ausgabe wieder am Hals. Mit viel Optimismus und Engagement versuchen Veranstalter, Museumsbetreiber oder Kulturaktivisten etwas auf die Beine zu stellen. Darunter sind erstmals vier Gastronomen und laden ein zum „Running Dinner“. Sie sind zuversichtlich und wollen ein Zeitfenster nutzen, in dem Corona mal ein Päuschen macht. Aber auch wenn im dritten Jahr der Pandemiebekämpfung die Lage weiterhin verzwickt ist, dreht sich das Lebenskarussell unaufhaltsam. Der Mensch hat immer wieder neue Ideen. So hat die Firma Bayer aus Wörnitz einen Roboter entwickelt, der dem Mittelstand die Arbeit erleichtern soll. In der Frankentherme in Bad Windsheim gibt es neuerdings eine musikalische Lasershow und Dagmar Geimann hat ihre Leidenschaft zum Spinnen von ganz besonderer Wolle entdeckt. Eine junge Familie aus Rot am See kultiviert dort, wo sonst die Kühe im Stall standen, sogar besondere Edelpilze. So drehen wir uns mit viel Optimismus ins Neue Jahr, immer schneller und schneller, damit der lästige Trittbrettfahrer vielleicht demnächst nicht mehr mithalten kann. Ihre Andrea...