Anpassen Jan14

Anpassen

Liebe Leser, nun sind wir schon im zweiten Coronajahr und immer noch nicht viel schlauer. Sehnsüchtig wünscht man sich die unbeschwerten Zeiten zurück und schlägt sich derweilen mit der neuen Normalität in „anormalen“ Zeiten herum. Die Spezies Mensch hat eine besondere Eigenschaft, trotz Schimpfens und Haderns, trotz mancher Schicksalsschläge, passt sie sich letztendlich immer an. Das erleben wir in unserem eigenen ROTOUR-Alltag und ebenso bei unseren Interviewpartnern. Aus einem umfassenden Veranstaltungsangebot ist aktuell eine kleine Ansammlung von Optimisten geworden, die Kultur so lange wie möglich aufrecht erhalten wollen. Gerne unterstützen wir das Engagement – eine Gewähr auf Durchführung kann aktuell jedoch niemand geben. Weniger Veranstaltungen bedeuten für uns mehr Raum für eigene Ideen. Daher starten wir in dieser Ausgabe eine Serie über „Markante Orte“. Los geht‘s mit der Engelsquelle, ein sagenumwobener „See“. Aber auch Unternehmen finden neue Möglichkeiten, um ihr Portfolio zu erweitern. In Wörnitz hat sich ein Konstruktionsbüro aufgemacht, Punktwolken zu generieren. Hört sich verrückt an, ist aber von breitem Nutzen für Architekten und Unternehmen. Und dann ist da Johannes Mnich, Gründungsintendant der TauberPhilharmonie. Kultur hat in Zeiten von Corona kaum Chancen, aber in Weikersheim lassen sie sich nicht unterkriegen. Freuen Sie sich also wieder auf ein unverändert normales ROTOUR in „anormalen“ Zeiten. Ihre Andrea...

Zuversicht Dez01

Zuversicht

Liebe Leser, das war vielleicht ein Jahr. Wer hätte vor zwölf Monaten gedacht, dass ein Virus kommt und unser Leben auf den Kopf stellt. Wie oft haben wir in den letzten Monaten Träume und Pläne wie Seifenblasen zerplatzen sehen? Veranstaltungen, kaum angekündigt, mussten abgesagt werden. Menschen haben uns von ihren existenziellen Sorgen erzählt. Corona hat uns alle getroffen – aber wir haben auch immer Zuversicht gespürt. Und manchmal auch den puren Trotz, sich nicht unterkriegen zu lassen. Das hat uns stets beflügelt, unseren Lesern wieder eine neue ROTOUR-Ausgabe zu präsentieren, die neben praktischen Informationen auch einen fundiert recherchierten Unterhaltungswert hat. Zum Jahresende möchten wir in der neunten, im Umfang trotz Corona nie gekürzten Ausgabe, wieder daran anknüpfen. Vom Interview mit Rothenburgs Oberbürgermeister Dr. Markus Naser über unseren Besuch beim letzten Wagnermeister in Bieberehren bis hin zum Unternehmensporträt von „Käthe Wohlfahrt“, in das die dritte Generation einsteigt, finden Sie auf den nächsten 112 Seiten interessanten Lesestoff. Unser Lyriker Fritz Klingler hat eigens für die letzte ROTOUR-Ausgabe im Jahr 2020 ein Gedicht über das Jahrestor geschrieben. Schreiten Sie mit uns hindurch und freuen Sie sich auf ein neues Jahr, was immer es auch bringen wird. Die Januar/Februar-Ausgabe von ROTOUR wird etwas zeitversetzt in der zweiten Monatshälfte erscheinen. Bitte bleiben Sie gesund und uns gewogen. Ihre Andrea...

Winterblues Nov01

Winterblues

Coronabedingt sind einige Informationen in unserem Magazin nicht mehr aktuell. Informieren Sie sich ggf. über Änderungen – SUPPORT LOCAL. Liebe Leser, ich hoffe, Sie bekommen ihn nicht, den Novemberblues. Eigentlich will den ja keiner haben. Dieser „Blues“ ist aber ein hartnäckiger Geselle. An tristen Novembertagen schleicht er sich durch die Hintertür ein, und dass er schon am Tisch sitzt, merkt man erst, wenn der Lebensgeist verlustig geht. Aber keine Sorge, wir wissen, wie man den „Blues“ wieder loswird. Erstens: Gehen Sie raus. Rothenburg, das Taubertal, Hohenlohe sind Naturereignisse. Schnappen Sie sich ROTOUR und begeben sie sich auf den „Rundgang durch die Jahrhunderte“. Wenn Sie alle 30 Stationen besucht haben, ist auch der Winterblues, dieser faule Geselle, sicher weg. Zweitens: Bewegung macht hungrig und gutes Essen hebt bekanntlich die Laune. Also schlagen sie mal über die Strenge. Ab Seite 82 im Heft finden Sie über 100 Adressen von Restaurants, Cafés, Weinstuben. In manchen wird auf der Speisekarte auch der fränkische Karpfen stehen. Dieses Geschmackserlebnis kann mit Fug und Recht auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurückblicken. Den Karpfen gibt es vielleicht schon länger als den lästigen „Blues“. Drittens: Seien sie interessiert. Das ist immer eine gute Wahl. Das Leben schenkt den Aufmerksamen jeden Tag sonnige Momente, auch im trüben November. Lesen Sie unsere Personalia-Geschichte über Brigitte Christine Trautmann-Keller. Sie ist Schaustellerin mit Leib und Seele und schreibt die verrücktesten Märchen. Der „Blues“ kommt ihr nicht in ihre Süßwarenbude – denn genau dort können Sie sie auf der Herbstmesse antreffen.  Ihre Andrea...

Herbstzauber Okt01

Herbstzauber

Liebe Leser, da sind wir mal gespannt, was uns der Herbst so herzaubert. Dass es im Burggarten stimmungsvoll wird und der Blick ins Taubertal an klaren Oktobertagen seine besondere Faszination entfaltet, das ist sicher. Nicht ganz so sicher ist dagegen, wie der Alltag im ersten Corona-Herbst aussehen wird. Für die Unternehmungsfreudigen haben wir uns bei Veranstaltern in Franken und Hohenlohe umgesehen. In der TauberPhilharmonie in Weikersheim startet im Oktober die neue Spielzeit, das Stadt- und Jugendblasorchester hat eine Möglichkeit zum traditionellen Konzert zum Tag der Deutschen Einheit gefunden und auch die Herbstmesse am Schrannenplatz soll durchgeführt werden. Eine Garantie für all‘ die Unternehmungen, auf die wir hinweisen, kann aktuell aber niemand geben. Keiner weiß in diesem Jahr, welches Kaninchen im herbstlichen Zauber aus dem Hut springen wird. Verlassen können Sie sich allerdings auf die ROTOUR-Zauberkünste. Wir sind zwar nicht auf dem Hexenbesen geflogen und haben auch keinen Feenstaub versprüht, aber wir sind weit herumgekommen. Der jüdische Friedhof in Michelbach hat unser Interesse geweckt, ebenso haben wir den Ausnahme-Verleger Günther Emig in Niederstetten besucht. Eine Prinzessin ist uns auch begegnet und wir haben erschwinglichen Luxus für Finger und Dekolleté zu Füßen Rothenburgs entdeckt. Lassen Sie sich einfach verzaubern von unserer Herbstausgabe und genießen Sie die Spätsommertage.  Ihre Andrea...

Perspektive Sep01

Perspektive

Lieber Leser, der Corona-Knall hat uns alle zum Umdenken gezwungen, nun geht es an die Umsetzung. Die große Frage ist, wie geht es weiter? In den letzten Monaten mussten wir auch bei ROTOUR umplanen: Es gab kaum Veranstaltungen aber unser Heftumfang blieb gleich. Das hat uns immerhin Raum für andere interessante Themen gegeben. Nun merken wir, dass sich die Veranstalter langsam wieder trauen. In Rothenburg gibt es im September erstmals einen hochwertigen Handmade-Markt, die TauberPhilharmonie in Weikersheim hat ein tolles Programm auf die Beine gestellt und in Wehlmäusel bei Feuchtwangen treten hochkarätige Kabarettisten auf. Auch der Oktober kündigt sich bereits mit bekannten und neuen Formaten an. In einer Zeit der Ungewissheit packen es die Menschen wieder an. Das funktioniert aber nur, wenn Vernunft herrscht. Volker Hirsch von Karo, der seit 25 Jahren das Taubertal-Festival realisiert, hat es im Interview auf den Punkt gebracht. Hält der Einzelne sich nicht an die Vorgaben, ist die Gesamtheit zum Scheitern verurteilt. Wir Menschen haben uns noch nie unterkriegen lassen und immer den richtigen Weg gefunden. Rothenburg ist das beste Beispiel dafür. Die Spitaltorbastei war einst eine Trutzburg gegen Feinde und ist heute ein Anziehungspunkt für Touristen. Die Feldgeschworenen hüten seit Jahrhunderten mit diplomatischem Geschick die Grenzen. Da wird doch ein Coronavirus mit Vernunft und Umsicht in seine Grenzen zu weisen sein.  Ihre Andrea...

Naturnah Aug01

Naturnah

Liebe Leser, vor Ihnen liegt eine Art „Outdoor“-Heft. Es ist Sommer, die Sonne scheint, das Coronavirus hat im Freien schlechte Karten – und wir wollen unsere Leser gesund und munter halten. Schließlich brauchen wir Sie noch! Mit der August-Ausgabe von ROTOUR möchten wir Sie zu besonderen Erlebnissen unter freiem Himmel inspirieren. Das Toppler Theater heißt seine Gäste auch in schwierigen Zeiten willkommen. „Kunst“ wird an fast jedem Abend im August gespielt (Seite 8). Drei Männer entflammen ihre Sinnsuche an einem ganz besonderen Kunstwerk. Wer weniger Sitzfleisch hat, für den hätten wir den Schmetterlingsradweg im „Programm“ (Seite 20), oder auch eine Entdeckungstour entlang der historischen Grenze zwischen den Schillingsfürster Fürsten und den Ansbacher Preußen. Karlheinz Seyerlein hat die Grenzsteine aus dem Jahr 1804 alle gesucht, kartografiert und beschrieben (Seite 92). Wer sich auf eigene Entdeckungstour begibt, muss aber das Abenteuer lieben, denn die Steine stehen im unwegsamen Gelände. Aber auch ein Besuch der Weikersheimer Skulpturenschau (Seite 18) oder lauschige Stunden in Leyk‘s Lotosgarten (Seite 14) sind zu Coronazeiten unkompliziert. Wer dagegen die Nase von Corona voll hat, könnte sich auf den Jakobsweg begeben und somit etwas länger ausklinken. Rothenburg ist ein Knotenpunkt mehrerer Wege (Seite 5). Oder aber Sie lesen gemütlich auf dem Sofa den Bericht über den Forstbetrieb Rothenburg (Seite 52). Das wäre dann das „Indoor“-Erlebnis der „Outdoor“-Ausgabe. Ihre Andrea...