Alte Bücher und Schriften erhalten

Henriette Reißmüller hat als diplomierte Papierrestauratorin einen Faible für historische Schriften Papier ist geduldig und damit das so bleibt, gibt es feinhandwerklich geschickte Menschen wie die diplomierte Papierrestauratorin Henriette Reißmüller in Binzwangen bei Colmberg. Sie ist eine von den Fachleuten, die schriftliches Kulturgut aus allen Epochen erhalten und wieder benutzbar macht. Schon als Kind liebte sie Bücher und schmökerte für ihr Leben gern. Geschichtlich interessiert war und ist die gebürtige Schillingsfürsterin heute noch. Nicht umsonst ist sie Teil des historischen Schäfertanzes in Rothenburg. Wenn man ihre kleine Werkstatt betritt, steigt sofort ein Hauch von Klebstoff in die Nase. „Das ist immer so, trotz lüften“, sagt die Buchliebhaberin. Schon als Schülerin machte sie ein Praktikum im Germanischen National Museum Nürnberg, wo Papierrestauratoren ihr Handwerk verrichten. In Rothenburg verbrachte sie viel Zeit im Stadtarchiv und fragte den damaligen Stadtarchivar Waldemar Parr Löcher in den Bauch. Henriette Reißmüller spielte mit dem Gedanken, sich ebenfalls zur Archivarin ausbilden zu lassen. Waldemar Parr riet aufgrund mangelnder Stellenangebote davon ab. Durch eine Infoveranstaltung für Papierrestaurierung war ihr Werdegang klar. Ihre Vorpraktika u. a. im Archiv Koblenz, in einer privaten Grafikfirma und im Museum Trinity College Library Dublin haben ihren Entschluss für ein Studium zur Restauratorin an der Fachhochschule in Köln gefestigt. „Ich entschied mich für den Schwerpunkt „Archiv“, denn hier ist alles zu finden: Bücher, Fotos und Karten“, erzählt sie. Während dessen absolvierte sie ein Praxissemester im Royal Ontario Museum von Toronto (Kanada) und arbeitete anschließend von 2005 in einem Leipziger Unternehmen, bis sie 2008 als Restauratorin nach Rothenburg zurückkehrte. „Der Bedarf ist groß in unserer Region“, weiß sie aus Erfahrung. Zuerst musste sie natürlich ihren Bekanntheitsgrad in Museen und Archiven steigern. Heute kommen Aufträge von ganz allein ins Haus. Henriette Reißmüller restauriert im wesentlichen Bücher. Im Moment arbeitet sie u.a. an einem mit Leder eingebundenen Predigtbuch aus dem Jahre 1772. Sie führt auf ihrer Werkbank den ersten Schritt der Restaurierung vor. Anfangs wird das Buch jedoch abfotografiert und dokumentiert, damit jede Restaurierung erfasst wird. Mit einem weichen Radierschwamm (Bild S. 96, re. oben) wird das Buch von Staub- und Schmutzpartikeln befreit. Restaurierung Schritt für Schritt Manchmal werden Seiten auch gewässert, wodurch sich neben der Schmutzlösung auch die Papierfasern stabilisieren. Der lederne Einband wir ebenfalls gesäubert, der oft losgelöste Spiegel (innere Teil des Deckels) erneuert oder repariert und durch das Ankleben von Lederstreifen wird der Einband wieder mit dem Deckel verbunden. „Manchmal ist der Ledereinband geschrumpft und die Seiten passen nicht mehr hinein. In diesem Fall erweitert Henriette Reißmüller den Einband durch Lederersatzteile. Metallschließen werden gesäubert und ggf. die Lederhalterung verlängert. Risse und Löcher im Papier werden durch hauchdünnes, fast transparentes und gleichzeitig stabiles Japanpapier geschlossen. Papier war bei den Chinesen ab 2. Jh. bekannt. In Europa kam es erst im 14. Jh. zur Anwendung. Zuvor schrieb man auf Pergament, das aus Tierhäuten (Ziege, Schaf) hergestellt und auf einen Holzrahmen gespannt und getrocknet wurde. Pergament ist also kein Papier, wie man meinen möchte. Leder dagegen ist Tierhaut, die nicht zum Trocknen gespannt, sondern gegerbt wird. Die Restauratorin kennt sich mit den Materialien aus. Das ist für die Bestimmung von Alter und Herkunft von Wichtigkeit. Welche Klebstoffe wurden verwendet, bestimmte Künstler verwenden besondere Tinte. Auch die Buchbinder haben ihre eigene Handschrift, was das Material und die Art der Verarbeitung angeht. Henriette Reißmüller würde sich wünschen, dass Museumsmitarbeiter und andere Fachleute mehr mit Restauratoren zusammenarbeiten, um alte Schriftstücke nach Alter und Herkunft besser einordnen zu können....

Die Welt der Bühne

Theater-Spielclubs in Rothenburg Im Jahr 2015 ging Christina Wehner mit dem ersten Theaterspielclub für Kinder in Rothenburg an den Start. Die Theaterpädagogin wollte ganz bewusst die kulturelle Bildung im ländlichen Raum etablieren. Das ist ihr gelungen: Mittlerweile hat der Theaterspielclub, der an das Toppler Theater angebunden ist, sechs Gruppen. Für Kinder und Jugendliche von der 1. bis 13. Klasse steht die Welt der Bühne offen. Seit 2022 gibt es auch einen Spielclub für Erwachsene, Tendenz steigend. „Nächstes Jahr werde ich acht Theatergruppen anbieten“, so Christina Wehner. Außerdem organisiert sie Theaterwochenenden, denen die Kinder schon entgegen fiebern, und will das Angebot an Workshops und Zusatzkursen weiter ausbauen. Unterstützt wird sie von Elke Kilian, die als Theaterpädagogin einen der Puck-Spielclubs leitet. Seit einem guten Jahr hat die Theaterpädagogik in Rothenburg einen eigenen Raum in der Burggasse. „Die Stadt fördert dieses Projekt sehr“, so Christian Wehner. Nun ist endlich Platz für Requisiten und Kostüme. Es gibt Umkleiden, einen Schminktisch, jede Gruppe hat ihr eigenes Fach und das Beste: angeschlossen ist ein eigenständiger Proberaum mit Bühne, abgesofteter Bodenfläche, Theaterstrahlern zur Beleuchtung und einigen Sitzplätzen. „Damit haben wir nun den Standard, den sich Kinder und Erwachsene vorstellen“, so die Theaterpädagogin. Wichtig ist ihr, dass sich die Schauspieler auf der Probebühne frei fühlen. „Hier muss noch nichts perfekt sein und man kann ausprobieren, ob einem Theaterspielen überhaupt Spaß macht“, sagt sie. Und dass es Spaß macht, ist bei der Probe des Mercutio-Clubs (für 17- bis 66-Jährige) schnell klar. Die Erwachsenen spielen Improtheater. Ein Stichwort und schon entspinnt sich ein kreatives Miteinader auf der Bühne. Christina Wehner moderiert das Geschehen mit feinem Gespür. Kreativität und eigene Ideen stehen im Vordergrund. Am 8. Juli (um 20 Uhr) tritt das Improtheater auf der Bühne des Toppler Theaters auf. „Ich mag es einfach, Menschen...

Erfolg mit Kunststoff

Ebalta setzt auf Nachhaltigkeit und entwickelt klimafreundliche Klettergriffe Eine Halle grenzt an die nächste. Mehrmals. Der Weg führt vorbei an gestapelten Epoxidharzplatten, an Hochregalen, in denen Materialien in Fässern oder Säcken lagern, an Robotern, die Formen herstellen, und natürlich an vielen Mitarbeitern. Andre Neutzler, seit 25 Jahren Geschäftsführer von Ebalta, kommt mit den Menschen schnell ins Gespräch. Ein gutes Miteinander ist ihm sehr wichtig. „Es gibt eine gewisse Tradition von Feiern hier im Unternehmen“, erzählt er. Und zu Feiern gibt es aktuell etwas ganz Besonderes: Seit 50 Jahren ist das Unternehmen als führender Hersteller von Modellbauplatten und Epoxidgießharzen erfolgreich. Am 15. Juni steigt daher ein internes Jubiläumsfest für Mitarbeiter und ihre Familien. Ein Familienunternehmen Ebalta begleitet Andre Neutzler schon sein ganzes Leben. „In unsere Familie waren alle eingebunden“, erzählt er. Sein Vater ist einer der Gründungspioniere gewesen (siehe roter Kasten). Die Welt der Kunststoffproduktion gepaart mit einem gesunden und florierenden Unternehmen ist für Andre Neutzler daher weit mehr als ein Job. Rückblickend sieht er im Generationenwechsel vor 25 Jahren eine konstruktive Kraft, die Neues in Bewegung gesetzt hat. Krisen wie die Lehman-Pleite waren zwar ein Einschnitt, hatten aber gleichzeitig die Etablierung eines Prozessmanagements zur Folge. „Durch die Pandemie sind wir wirtschaftlich sehr gut durchgekommen, aber plötzlich konnte man sich nicht mehr begegnen“, so der Geschäftsführer. Arbeitsweisen haben sich verändert und das Thema Digitalisierung hat an Fahrt zugenommen. Aktuell ist neben den Themen Arbeitsmarkt und Digitalisierung vor allem die Nachhaltigkeit ein großes Anliegen von Ebalta. „Wir sind in der Branche als Pioniere unterwegs“, sagt Clemens Saalbach, Entwicklungsmanager. Ebalta hat ein Material zur Herstellung von Klettergriffen entwickelt, das zu rund 40 Prozent aus nachhaltigen Rohstoffen besteht. „Am Anfang stand die Anfrage eines Kunden nach abriebfesten Harzen“, erinnert sich Saalbach. Auf die Nachfrage, was damit gefertigt werden sollte, kam die Info „Klettergriffe“. „Das hat uns interessiert“, so Neutzler. Mehrere Hersteller wurden eingeladen und Ebalta hat das Netzwerk „allholds“ gegründet, wo unabhängige Klettergriff-Herstellern zusammen mit dem Kunststoffhersteller die Vision des nachhaltigen Klettergriffs entwickelten. Die Lösung lag in einem neuen Material, das sich mit nachwachsenden Rohstoffen herstellen lässt und aufgrund höhere Festigkeit und Stabilität eine Materialeinsparung von 80 Prozent generiert. Zusätzlich wurde ein Recycling-System entwickelt, womit die Oberfläche abgegriffener Griffe neu beschichtet werden kann. Die nachhaltigen Klettergriffe sind ein Pilotprojekt, das auch im Kerngeschäft von Ebalta einen Widerhall gefunden hat. Auf der internationalen Gießereifachmesse in Düsseldorf 2023 hat Ebalta eine PU-Platte präsentiert, die zu 67 Prozent aus nachhaltigen Rohstoffen besteht. „The Green Stuff“ heißt die neue Entwicklung, die als nachhaltiges Pendant zum meistgefragten Produkt des Kunststoffherstellers auf dem Markt ist. „Im Bereich der Nachhaltigkeit tut sich in der Kunststoffbranche sehr viel“, sagt Andre Neutzler. Der Wunsch nach langlebigen Materialien, die wiederverwertbar und aus nachwachsenden Rohstoffen sind, sei groß. „Aber der Markt muss mitgehen, das ist das Schwierige“, so der Geschäftsführer. Neutzler und sein Team setzen sich aus Überzeugung für Nachhaltigkeit ein. Auch, wenn es ein steiniger Weg ist. Sie wollen sowohl in der Kunststoffentwicklung Meilensteine setzen, als auch ihr eigenes Tun auf den Prüfstand stellen. Aktuell ersetzt das Unternehmen 7 Prozent der Rohstoffe mit nachhaltigen Materialien. „2025 wollen wir 15 Prozent erreichen“, erklärt Clemens Saalbach. Die Firma setzt neben einer Photovoltaikanlage auch auf Ökostrom und hat alle Gasöfen in der Produktion auf elektrischen Betrieb umgestellt. Geplant ist das Verwaltungsgebäude mit Geothermie zu beheizen. Es gibt eigene Ladesäulen für Fahrzeuge. An allen Stellschrauben, auch bei der Energieeinsparung in der Produktion, wird gedreht. Seit 2021 ist Ebalta als klimaneutrales Unternehmen durch CO2-Ausgleich zertifiziert. Ebalta hat in Deutschland einen Marktanteil von 25 bis 30 Prozent. Etwa 40 Prozent der Produktion gehen außerdem in den Export, vorwiegend in Europa. Rund 85 Prozent der Produkte werden selbst entwickelt und produziert. Die daraus generierte Produkt-, Anwendungs- und Eigenschaftsvielfalt ist sehr groß. „Das ist relativ außergewöhnlich“, erklärt Clemens Saalbach. Große Branchenvielfalt Grob zusammengefasst stellt Ebalta zwei verschiedene Werkstoffe her: Polyurethan und Epoxidharze, die sowohl in der Bearbeitung als Einzelteile wie auch...

Ein kulinarisches Abenteuer

Rothenburgs einziges Sternerestaurant: Die Villa Mittermeier Normal ist nicht ihr Ding. Christian Mittermeier und Thorsten Hauk graben gerne tiefer. Aus vermeintlich „normalen“ Lebensmitteln machen sie in der Küche der Villa Mittermeier ein wahres Abenteuer. Das tun sie eigentlich schon seit Jahren. Nun haben sie aber eine Stufe der Perfektion erreicht, die der Guide Michelin mit einem Stern gewürdigt hat. Die Villa Mittermeier in Rothenburg gehört somit zu den besten Restaurants der Welt. Thorsten Hauk erinnert sich noch genau an den Moment der Auszeichnung. Er und Christian Mittermeier waren nach Hamburg eingeladen. „Wir waren guter Dinge und überzeugt von der Teamleistung“, sagt er. Ob sie einen Stern erhalten würden, wussten sie aber noch nicht. Ähnlich wie bei der Oskar-Verleihung bleibt es bis zum letzten Moment spannend. Als die Villa Mittermeier dann genannt wurde und Hauk den Preis auf der Bühne entgegennahm, „lief das wie im Film ab“, erzählt er. „Es dauert schon ein paar Tage, bis man alles realisiert hat“, fügt Hotelier und Gastgeber Mittermeier an. Thorsten Hauk ist seit zwölf Jahren der Küchenchef im Restaurant der Villa Mittermeier und hat gemeinsam mit Christian Mittermeier den Entwicklungsprozess hin zur Sterneküche geschärft. An Auszeichnungen mangelte es dem Restaurant auch zuvor nicht, aber der Michelin Stern ist eben die einzige, international akzeptierte Messlatte für Exzellenz. Schon seit einigen Jahren setzen sie auf „casual fine dining“, also eine informelle Art der Gastronomie ohne Hemmschwelle: Jeans und Sneakers gehen hier genauso wie der Anzug. Über allem steht aber das Motto „taste matters“ – nur der Geschmack zählt. „Wir überraschen gerne“, sagt Christian Mittermeier. Der Gast darf sich darauf einlassen, wird aber kulinarisch nicht bevormundet. Das Konzept eines Abends im Sternerestaurant basiert auf neun Gerichten, die mit knappen Worten beschrieben werden: Amur Karpfen, Staudensellerie, Dill und isländischer Kabeljau, junge Erbsen, Frühlingsmorcheln sowie Spitzkohl, Berberitze, Rotkohl Kimchi oder Prime Beef, BBQ Lack, Mais stehen auf der Speisekarte. Im Juni gehört auch in der Sterneküche der Spargel dazu. „Unser kosmopolitisches Spargelgericht steht für mich sinnbildlich für eine modern interpretierte Regionalküche“, so Küchenchef Hauk. Der fränkische Spargel bekommt bei ihm eine klassische Butterschaum-Sauce mit dem Aroma des fermentierten indischen Gewürzes Vadouvan zur Seite. Die japanische Salzpflaume „umeboshi“ mit einer Silvaner Auslese aus Randersacker verfeinert die Kreation. Aus den neun Gerichten kann der Gast drei verschiedene Pakete mit fünf, sieben oder eben neun Tellern wählen. Für welche der einzelnen Gerichte er sich dann entscheidet, ist seinen eigenen Vorlieben geschuldet. Etwas Experimentierfreudigkeit und ein „offenes Mindset“, wie es Christian Mittermeier ausdrückt, sind dabei nützlich. Kurz vor dem Servieren der Gänge erhalten die Gäste dann die passende Menükarte. Nicht nur die Zutaten sind dort aufgelistet, sondern auch die Besonderheiten zu Produzenten oder der Art der Zubereitung. Ein Gericht ist nämlich mehr als nur der Teller. Die Gastgeber wollen auch die Idee vermitteln, die dahintersteht. Eine Karotte vom regionalen Bauernhof ist nicht mehr nur eine Karotte. Hauk schmort sie zuerst im Ofen, dann kommt sie in den Dörrautomaten und danach wird sie in einer Marinade wieder rehydriert. Fisch reift mitunter im Dryager oder Gemüse wird fermentiert. „Wir beschäftigen uns mit biochemischen Prozessen, um ein besseres Verständnis für das Produkt zu bekommen“, erklärt Hauk. „Lebensmittel, die vorher belanglos erschienen, werden so besonders wertvoll“, ergänzt Mittermeier. Christian Mittermeier, der 1995 den Familienbetrieb mit seiner Frau übernommen und stets weiter entwickelt hat, erhielt bereits zweimal (2005 bis 2007 und 2009 bis 2012) einen Stern für sein Restaurant. „Die Erwartungshaltung steigt damit und das ist nichts, worauf wir uns ausruhen können“, weiß er. Als erfahrener Gastronom und Hotelier (zum Hotel Mittermeier kam 2018 das Konzepthotel Alter Ego hinzu) mit insgesamt 50 Mitarbeitern hat er eine fundierte Basis, um in der Sternegastronomie am Ball zu bleiben. Etwa 300 Sternerestaurants gibt es in Deutschland. Die Auszeichnung ist für Mittermeier daher nicht nur gut für den eigenen Betrieb, sondern auch für seine Heimatstadt Rothenburg, die jetzt wieder auf der Deutschlandkarte von Michelin vertreten ist. Liebhaber der hochwertigen Küche, auch...

Sportliche Eleganz für jeden

Junge Filiale: CMP-Hübsch präsentiert sich am Markusturm Italienische Ästhetik gepaart mit sportlicher Funktionalität zu günstigen Preisen, das ist es, was den erfahrenen Sportartikelfachmann Christian Hübsch dazu bewogen hat, ein Geschäft mit Kollektionen des Outdoor-Bekleidungsherstellers CMP am Markusturm in Rothenburg zu eröffnen. Irgendwie witzig, denn schräg gegenüber machte sich Christian Hübsch vor 23 Jahren mit einer Intersport-Filiale selbstständig. Heute existiert das Sportfachgeschäft seit vielen Jahren am Röderturm. Hier konnte der Fachmann über 11 Jahre Kundenerfahrungen mit CMP-Produkten sammeln. Der Wunsch, einen eigenen Laden mit einem Angebotsportfolio dieser Marke zu wagen, wuchs vor ca. zwei Jahren. Jetzt besteht das Geschäft CMP Hübsch Outdoor GmbH am Markusturm seit einem Jahr und ist ein völlig unabhängiger Geschäftszweig von Intersport Hübsch. Mit seinem erfahrenen Beraterteam, Mitarbeiter, die bereits seit 15 bis 20 Jahren an Bord der Crew sind, kristallisierten sich die Produkte der Marke CMP immer mehr als besonders chic, funktional und sehr empfehlenswert heraus. „Womit wir nicht gerechnet haben, ist, dass die CMP-Filiale von den Kunden eher wie eine Boutique als ein Outdoorbekleidungsgeschäft angenommen wird. Schnell wird einmal der Brunnen und der Markusturm fotografiert und nebenbei schaut man auch einmal im Laden vorbei. Die Menschen gönnen sich gerne im Vorbeigehen ein elegantes Teil für ihre Freizeit“, stellt Laura Rothenberger fest, die als Geschäftsmanagerin angestellt ist. CMP als sportliches Label Mittlerweile gibt es auch keine Altersbegrenzungen mehr für sportliche Kleidung. Ältere Menschen genießen das schöne Taubertal beim Walken, E-Biken oder Wandern ebenso wie junge Leute. Auch die über 70-Jährigen greifen bei der Freizeitbekleidung mittlerweile eher zu einem leichten Wander- oder Sportschuh mit Gripp in bunten Farben. Orthopädische Produkte werden oft nur bei echten Bewegungseinschränkungen von Nöten. Daneben bietet der sportliche Stil ganz nebenbei auch leichte und funktionale Vorteile wie Atmungsaktivität und windabweisende Eigenschaften. Bei CMP-Hübsch findet sich etwas für Familienmitglieder aller Generationen. In der Kinderabteilung finden Eltern hochwertige funktionale Jacken für Sport und Freizeit, die nicht gleich 150 Euro kosten. Farblich sind die Produkte der Erwachsenen auf die Kinderkollektion abgestimmt. Eine Outdoorbluse oder ein Hemd erkennt man oft gar nicht als sportliches und UV-schützendes Kleidungsstück. Es gleicht eher einem Artikel aus der Modeboutique. Funktionale Hybrid-Jacken verfügen über eine sogenannte „Primaloft-Zone“ über den gesamten vorderen Reißverschlussbereich, der die inneren Organe vor Kälte, Wind und Wetter schützt. Wenn es zu warm wird, können die Ärmel während des Tragens abgenommen werden. Die integrierte Weste verfügt über eine Schulterschutzzone, die beim Tragen von Rucksäcken polstert. Damit man auch im Dunkeln für Autofahrer sichtbar bleibt, sind einige Reflektoren integriert. Übrigens gibt es im Shop eine Auswahl für große Größen: für Damen bis Gr. 50 und für Herren bis Gr. 60. Neben den aktuellen Roll-Top-Rucksäcken, in denen es viele Innentaschen, u. a. auch für Laptops gibt, sind sogenannte „Extralight-Rucksäcke“, die sich wie ein federleichter, aber reißfester Einkaufsbeutel zu einem Knäuel zusammenfalten lassen, hoch im Kurs. Trotz der immer prekäreren Einzelhandelssituation hält sich Rothenburg sehr gut mit seinen ausgewählten Geschäftsideen. Christian Hübsch hat das auch seinen Mitarbeitern zu verdanken, die auf Augenhöhe mit ihm zusammenarbeiten und sich mit kreativen Ideen einbringen können. Fachkräftemangel kennt der Sportbekleidungsfachmann nicht. Es ist eher so, dass sich Mitarbeiter direkt vor Ort bei ihm vorstellen, weil sie wissen, dass hier Fachkompetenz und Teamgeist das A und O ist....