Dem Lebensfluss folgen

Markus Hanna hat mutig einen eigenen Weg eingeschlagen Markus Hanna erinnert sich, dass er immer dachte, Arbeit sei eine Bürde, die man auf sich nehmen müsse, um sich das zu ermöglichen, wofür man brennt. Ein Gefühl, das ihm heute ein ungläubiges Kopfschütteln abringt. „Aus meiner Erfahrung ergeben sich die Dinge auf wundervolle Weise“, erzählt er. Ganz umsonst gab es diese Erkenntnis natürlich nicht. Es bedurfte einer mutigen Entscheidung. Markus Hanna, 29 Jahre alt, hat mit 20 ein Maschinenbaustudium begonnen. Das hat ihn nicht begeistert. Er war immer sportlich. Laufen, schwimmen, Fitness und olympisches Gewichtheben waren seine Disziplinen. Außerdem hat er sich für Philosophie interessiert. 2017 nahm er an einer Yogastunde in Würzburg teil. „Ich war sofort absolut begeistert“, erzählt er. Danach hat er täglich Yoga praktiziert, was ihm einen komplett neuen Umgang mit seinem Körper eröffnete. Nach drei Semestern hat Hanna sein Studium dann abgebrochen und ist mit seinem Bruder Frank zu einer Reise nach Indien gestartet. „Ich bin heilfroh, dass ich damals den Mut dazu aufgebracht habe“, sagt er. Im Hostel in Indien wurden Yogastunden angeboten. Als dort der Lehrer ausfiel, ist Markus Hanna eingesprungen. „Da war der Groschen gefallen“, sagt er. Markus Hanna hatte seine Berufung gefunden. Yoga und die Lehre, das war, was er im Leben machen wollte. Ab diesem Zeitpunkt hat er kontinuierlich unterrichtet und gemeinsam mit seinem Bruder zwei Yogalehrerausbildungen in Indien absolviert. Zweieinhalb Jahre waren Markus und Frank Hanna in Indien und den Nachbarländern wie Indonesien oder Philippinen unterwegs. In Hostels oder im Ashram haben sie gegen Kost und Logis Yoga unterrichtet. „Das hat mir viel Übung gebracht“, so Markus Hanna. Vom Bassist zum DJ und Yogalehrer In einem Ashram im Himalaya, wo die Brüder drei Monate gelebt haben, hat Markus Hanna in der Dorfschule auch Ukulele unterrichtet.„Musik ist meine zweite Leidenschaft“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Von 2007 bis 2017 war er der Bassist der Rothenburger Black-Metal-Band „Thormesis“. „Das war so richtig Vollgas“, erinnert er sich und fügt an: „Ich habe mich schon ganz schön verändert.“ Musik blieb aber weiterhin ein Hobby und mittlerweile ist er als DJ Tryambakam beim „Eulenflug“ oder in der Bar „Better Together“ aufgetreten. Sein Genre ist jetzt „Psytrance“, die psychedelische Sparte der elektronischen Musik. Irgendwann leerte sich die Reisekasse der Brüder und im März 2020, zwei Wochen vor Corona, kamen sie zurück nach Rothenburg. Markus Hanna hatte da schon Kontakt zu den Inhabern des Yogastudios „In & Out“ in Rothenburg. Er hat bei der Firma Baß gearbeitet und nebenher Yoga unterrichtet. Genau vor einem Jahr konnte er das Yogastudio dann übernehmen und ist mit „Arkus Yoga“ (Industriestraße 4) in die Selbstständigkeit gestartet. Seitdem unterrichtet er nun Hatha Yoga, ein eher langsamer Yogastil, Vinyasa, eine Yogaart mit dynamischen, fließenden Bewegungen, und Ashtanga, eine sehr dynamische und fordernde Variante des Yoga. Eine Yogaeinheit dauert 75 Minuten und die Teilnahme ist sowohl vor Ort als auch online möglich. „Jeder, der atmet, kann Yoga machen“, so seine Motivation, die Menschen dafür zu begeistern. Bewegung, Atmung und Bewusstseinsentwicklung werden beim Yoga angesprochen. Als erfahrener Lehrer hat Markus Hanna dabei den Fokus sowohl auf der Eliminierung von Verletzungspotenzial als auch darauf, die Haltung zu optimieren und mental zu vertiefen. Sein Yogastudio betreibt er dabei frei von jeglichem finanziellen Druck, denn er ist als Pflegeassistent in Teilzeit bei Oliver Körber angestellt. „Ich baue mir hier mein eigenes Ding auf“, sagt er selbstbewusst....

Flexible Zeiteinteilung Jan11

Flexible Zeiteinteilung

Ein Einsatz bei der Tafel hat einen individuellen Spielraum Für viele Menschen sind die Zeiten hart und es fehlt an Grundlegendem. Die Rothenburger Tafel ist eine Anlaufstelle, die in diesem Fall Bedürftige mit Nahrungsmitteln versorgt. Aber das geht nur durch das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Insgesamt 35 Männer und Frauen haben ihr Herz für die Tafel entdeckt. 2004 wurde die Institution auf Betreiben mehrerer Stadträtinnen und mit Unterstützung von Dekan Dr. Wünsch ins Leben gerufen. Seit 2011 ist die Tafel in der Wenggasse 39 zu finden. Jeden Freitag ab 13.30 Uhr können Bedürftige dort „einkaufen“. Voraussetzung ist eine Tafelkarte und ein Obolus von 2 Euro muss bezahlt werden. Für die ehrenamtlichen Mitarbeiter startet der Tag aber bereits am frühen Morgen. Von den 35 Beteiligten sind zwölf als Fahrer aktiv. Ab 7.30 Uhr starten sie immer zu zweit zur Tour. „Aktuell werden 20 Stationen angefahren“, erklärt Beate Junkersfeld (Sozialpädagogin im Diakonischen Werk), die seit Anbeginn für die Koordination zuständig ist. Seit diesem Sommer hat die Tafel auch ein eigenes Auto mit Kühlung. Bis zur Mittagszeit haben die Fahrer alles angeliefert. Dr. Georg Huggenberger ist einer von ihnen und von seinem Ehrenamt ganz begeistert. „Meine Frau ist seit vielen Jahren bei der Tafel und ich habe nun im Ruhestand auch nach einer Aufgabe gesucht“, erzählt er, „Das ist eine gute Sache und macht Freude.“ Gute Stimmung im Team Der Vorteil bei einem Engagement bei der Tafel: Man muss nicht jeden Freitag da sein. Dr. Huggenberger trägt sich durchschnittlich einmal im Monat in die Liste ein. Und auch die Damen, die den Laden der Tafel vorbereiten bzw. die Produkte ausgeben, wissen diese Flexibilität zu schätzen. „Es ist ein großer Vorteil der Tafel, dass man seine Zeit selbst einteilen kann“, sagt Luitgard Herrmann, die mit einer kurzen Unterbrechung seit Beginn dabei ist. „Manche kommen jede Woche, Andere seltener“, weiß Beate Junkersfeld. Die Stimmung unter den Ehrenamtlichen ist immer gut. Das Morgenteam, meist vier bis fünf Personen, bereitet den Laden vor. An einzelnen Stationen werden die Lieferungen der Fahrer einsortiert. Bei Bedarf wird aus den Lagerbeständen aufgefüllt. Gegen Mittag ist dann alles fertig und das Ausgabeteam startet. Für die vier Stationen (Obst/Gemüse, Kühlschrankbereich, Regal und Kasse/Sonderaktionen) ist je ein Mitarbeiter zuständig. „Manche wollen helfen, aber weniger Kundenkontakt. Andere bevorzugen den direkten Austausch“, erklärt Beate Junkersfeld die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Etwa vier Stunden dauert die Ausgabe. Brigitte Schmid, seit elf Jahren bei der Tafel und für den Kühlschrankbereich zuständig, beschreibt die Kunst des richtigen Aufteilens. „Der Letzte muss ja auch noch etwas bekommen und nichts soll übrig bleiben“, erklärt sie. Gerade bei verderblichen Waren ist Organisationsgeschick gefragt. Die Situation der Rothenburger Tafel ist momentan ebenso angespannt, wie man es aus den bundesweiten Berichten kennt. Bis Ende Februar 2022 kamen durchschnittlich 50 bis 60 Haushalte zur Tafel. Das entsprach 70 Erwachsenen und 35 Kindern. „Wir hatten ein gutes Spendenaufkommen, das für die Kunden ausreichend war“, erzählt Beate Junkersfeld. Aktuell werden durchschnittlich 129 Haushalte von der Tafel versorgt. 176 Erwachsenen und 110 Kinder benötigen die Essensspenden. „Seit dem Ukrainekrieg haben wir einen wahnsinnigen Zuwachs“, so Junkersfeld. Gleichzeitig gehen die Spenden zurück. Einen Aufnahmestopp wollten die Verantwortlichen aber vermeiden und daher gilt aktuell die Regelung, dass die Kunden 14-tägig kommen können. Positiv ist, dass die Spendenbereitschaft in finanzieller Form groß ist. „Das ist unglaublich und wir sind sehr dankbar“, sagt Beate Junkersfeld. Ohne den Zukauf von Lebensmitteln, den Helga Kandert organisiert, ginge es nicht. „Aktuell kaufen wir vor allem Milch und Kühlprodukte zu“, erzählt sie. Für ein Engagement bei der Tafel können Interessierte ganz unverbindlich zu einem Schnuppertermin kommen. Voraussetzungen gibt es keine, nur körperlich fit sollte man sein. Ansprechpartnerin ist Beate Junkersfeld, mail: beate.junkersfeld@diakonie-ansbach.de oder Tel: 09861-875220....

Vorzeitliche Herrschaftssitze Jan11

Vorzeitliche Herrschaftssitze

Turmhügel oder Motte? – Nie gehört, aber es gab sie hier in Franken Imposante Burgen, märchenhafte Schlösser und sagenumwobene Ruinen sind nur einige von vielen „Markenzeichen“ des Frankenlandes. Im 9. und 10. Jahrhundert zeigten sich in der Region bereits die ersten Anfänge frühmittelalterlichen Burgenbaues, die von Frankreich über das Rheinland nach Süddeutschland gelangten: die sogenannten Turmhügelburgen oder Motten (französische Wort „mott“ bedeutet „Klumpen“, „Erdsode“). Diese Thematik beschäftigt den Hobbyhistoriker Manfred Gößwein, der seit über 20 Jahren mit dem Osingverein im Landkreis Neustadt Aisch–Bad Windsheim verbunden ist. „Mein Vater hat mir oft von Wasserschlösschen erzählt, die mich fortan immer wieder beschäftigt haben“, erzählt der heutige Rentner. Als er vor 30 Jahren mit Ahnenforschung begann, forstete Gößwein alte Chroniken der ehemaligen selbstständigen Gemeinde Humprechtsau durch und fand darin wieder den Begriff Wasserschlösschen oder Turmhügel. Laut seiner Recherche gab es doch einige in der mittelfränkischen Region. Der Spielberg bei Rüdisbronn fiel in der Jugendzeit Gößweins Grabungen nach Zeugnissen aus den Anfängen des Turmhügelbaues zum Opfer, wie er selbst sagt. Schaut man in die Region rund um Rothenburg, lassen sich neben vielen weiteren Turmhügeln auch Nachweise in Neusitz und Kirnberg in den Dorfchroniken finden. Während seiner langjährigen Forschungen stieß Gößwein immer wieder auf die Jahresberichte des Historischen Vereins Mittelfranken (1950 und 1952), verfasst von Dr. h.c. Carl Gumpert, der sich als Baumeister, Architekt und Vorgeschichtsforscher dem Thema Turmhügel angenommen hat. „In Kennerkreisen werden seine Jahresberichte als die `Bibel der Turmhügel´ bezeichnet“, so der 1. Vorsitzende des Osingvereins. Die historischen Turmhügel hat Gößwein auf der Vereins-Webseite thematisiert. Bauweise der Turmhügel Turmhügel sind vorwiegend in Holzbauweise errichtete mittelalterliche Burgtypen, die auf künstlich angelegten Erdhügeln, umgeben von Wallgräben errichtet wurden. Die Gräben rund um den Hügel waren Trockengräben, nicht selten aber mit Wasser gefüllt, weshalb man sie auch als Wasserschlösschen bezeichnete. Durch den erhöhten Standort der Türme war eine sehr gute Sicht auf die Routen der Reisenden möglich. Diese Stationen waren für Reiter, königliche Boten und für die Fuhrunternehmer von großer Wichtigkeit. An den Turmhügelburgen ist faszinierend, dass sie sehr unterschiedlich in der Bauweise waren. Heute unterscheidet man vier verschiedene Bauarten: 1. Runde Turmhügel mit Wohntürmen und Wassergraben als ältester Typ (Lt. Gumpert in Schalkhausen, Lkr. Ansbach). 2. Runde Motten mit Trockengräben auf Anhöhen, als Warten und Wohntürme (Gräfenbuch, nahe Oberdachstetten). 3. Runde, stark erweiterte Turmhügel mit Wohntürmen und Nebengebäuden (Berglein bei Colmberg). 4. Viereckige oder rechteckige Turmhügel mit Wasser- oder Trockengräben (Wiedersbach bei Leutershausen). Diese Wehranlagen bestanden aus hölzernen oder steinernen Türmen, die mitten auf den Erdhügeln erbaut wurden. Teilweise wurde dem Wassergraben ein Ringwall vorgelagert. Der Zugang zum Turm war nur über einen Steg erreichbar, da die Eingangstür im ersten Stockwerk lag. Die Turmhügelanlage war noch zusätzlich von einem kräftigen Palisadenzaun, der aus starken zugespitzten Baumpfählen bestand, umgeben. Eine Dornenhecke rahmte die Umzäunung ein. Diese Burganlagen, die besonders in Nordfrankreich und am Niederrhein, der Urheimat der Franken vorkamen, unterscheiden sich von den mittelalterlichen Höhenburgen dadurch, dass sie „Erdburgen“ sind, da sie abgesehen vom Turm keinerlei Mauerwerk aufweisen. Es waren echte Wasserburgen einfachster Bauart, deren Vorgelände teilweise noch stark versumpft war, um dem angreifenden Feind den Zutritt zu erschweren. Die kleineren Turmhügel mit circa 15 bis 20 Metern Durchmesser waren reine Wachtürme, die nur zu Kriegszeiten besetzt waren. Die größeren Turmhügel (ca. 20 bis 45 Meter Durchmesser) trugen größere Türme, sogenannte Wohntürme, die ständig bewohnt waren. Sie dienten als Rittersitze der späteren Adelsgeschlechter, die sich im 12. und 13. Jahrhundert in nächster Nähe Hochburgen erbauten, um dann überzusiedeln. Bei Wohntürmen handelte es sich meist um viereckige Türme aus Holz oder Stein mit einem Durchmesser von 8 bis 12 Metern, diese waren genauso bewährt wie Wachtürme. Vereinzelt wurden später noch Wirtschaftsgebäude und Nebengebäude hinzugefügt. Diese Anlagen wurden auch als Turmhügelburgen bezeichnet. Keine Seltenheit in Franken Motten, Burgställe oder Wälle, wie die frühzeitlichen Burgen auch genannt wurden, fanden sich rund um die Osingfläche in Herbolzheim am Ortsausgang nach Krautostheim und der Wildberghof bei Ulsenheim. Im Rothenburger Raum...

Kunst im Zentrum Jan11

Kunst im Zentrum

Künstlerbund wird 100 Es ist wie bei einem Menschenleben: Es gibt Blütezeiten, Momente, wo alles gelingt, und ebenso kritische Phasen, die es zu überstehen gilt. Heuer wird der Künstlerbund 100 Jahre alt. Einen Vorteil gegenüber den Menschen hat der Verein allerdings: Sogar mit 100 kann er sich nochmal neu erfinden. Carmen Hiller, seit 2021 erste Vorsitzende des Vereins, sagt: „Wir möchten, dass die Kompetenzen der Künstler vor Ort wieder gesehen und auch genutzt werden.“ Dass der Verein auf einem guten Weg ist, zeigt die letzte, gut besuchte Vernissage im November. „Die Scheiben im Fleischhaus waren wieder von innen beschlagen“, erzählt Kurator Maximilian Lechler schmunzelnd. Das kannte man aus früheren Zeiten. Der Verein hat aktuell 37 aktive Mitglieder und will sich im Jubiläumsjahr mit mehreren Ausstellungen und Aktionen zeigen. „Ende März, ab Gründonnerstag, ist ein Jubiläumsrückblick geplant“, sagt Carmen Hiller. Von den Gründungsjahren über die Haltung des Vereins im Nationalsozialismus („Es wird nichts ausgeklammert“, so Lechler) und die verdienstvollen Jahre des Wiederaufbaus bis in die neueste Zeit soll das Spektrum reichen. Die Organisatoren hoffen, von jedem Jahrzehnt Werke namhafter Künstler zeigen zu können. Mit Anekdoten und humorvollen Schlaglichtern soll der kunstfertige Rückblick begleitet werden. In den Sommermonaten folgt dann eine Gastausstellung mit Werken von Künstlern anderer Kulturinstitutionen. Bereits in der ersten, handgeschriebenen Satzung des Vereins aus dem Jahr 1923 wurde der Gedanke der Gemeinsamkeit festgehalten. „Vernetzung und Austausch von Kunst und Kultur in der Region soll wieder ein fester Teil des Vereinsgeschehens werden“, erläutert die erste Vorsitzende. Den Jahresabschluss bestreiten dann wieder die Vereinsmitglieder mit einer Ausstellung in der Vorweihnachtszeit. Alle Ausstellungen sind im Jubiläumsjahr etwas länger als üblich zu sehen. Zusätzlich gestaltet der Künstlerbund eine Art Flyer, der alle Orte des öffentlichen und halböffentlichen Raums in Rothenburg darstellt, wo Werke von Künstlern des Künstlerbundes...

Keine Zweifel Jan11

Keine Zweifel

Liebe Leser, und wieder startet ein neues Jahr. Und wieder werden wir es mit ROTOUR begleiten. Das machen wir seit 2005. Anfangs gab es Bedenken, ob man in einer „Kleinstadt“ wie Rothenburg jahrein, jahraus ein Magazin mit interessanten Themen füllen kann. Im Prinzip ein berechtigter Zweifel, denn es existierte bis dahin kein vergleichbares Printprodukt. Nun, nach 17 Jahren, ist das Thema längst aus der Welt. Rothenburg und das Umland haben immens viel zu bieten. Genau genommen sind es die Menschen, die hier leben und neue Ideen in die Tat umsetzen. In einer Stadt, die einen großen Teil ihres Œuvres der Vergangenheit zu verdanken hat, vereinen sich Themen, die in früheren Zeiten wurzeln, mit solchen, die einen Blick in die Zukunft werfen. Auch das gibt es andernorts eher selten zu finden. ROTOUR hat sich seit Anbeginn vorgenommen, genau jene Stärken widerzuspiegeln. In dieser Ausgabe lesen Sie, wie der Künstlerbund über 100 Jahre bestehen konnte und was im Jubiläumsjahr geplant ist (Seite 5). Außerdem haben wir nach einstigen Turmhügeln geforscht. Das waren die ersten Ansiedlungsformen in der Region (Seite 16). Einen Blick in die Zukunft werfen wir mit der Vorstellung der Firma Stomoprint, die auf modernstem Niveau den 3-D-Druck einsetzt (Seite 54). Ähnlich fortschrittlich gestaltet Ralf Balbach seine Freizeit: Mit den neuesten Drohnen macht er besondere Luftaufnahmen (Seite 48). Und dazwischen gibt es zahlreiche Berichte, die die Vielfalt des täglichen Lebens in der Tauberstadt zeigen. ROTOUR wird – ohne Zweifel – noch viele Jahre Interessantes aus der Region zu berichten haben. Ihre Andrea...