Mensch und Natur

Die Naturpark-Ranger der Frankenhöhe schaffen Bewusstsein für Natur Mit dunkelbrauner Outdoor-Uniform, einheitlichem Rucksack und entsprechendem Werkzeug ausgestattet, ziehen die Naturpark-Ranger der Frankenhöhe auf einer Gesamtfläche von 110 450 Quadratmetern und maximal 554 Höhenmetern durch Wiesen und Wälder, vorbei an Flüssen und Feldern. Ein Naturpark mit Rangern ist seit 2018 nicht mehr wegzudenken. Die Initiative „Naturoffensive Bayern“ richtete im Jahr 2018 neue Stellen für die Naturpark-Hüter ein. Die Geschäftsführung des Naturparks Frankenhöhe obliegt dem mittelfränkischen Landespflegeverband unter der Leitung von Johanna Sieger. Mit anfangs zwei Rangern (2019), dem Rothenburger Benjamin Krauthahn und Jennifer Klemm, die in einen Naturpark im Allgäu gewechselt ist, wurde der Grundstein für die Hüter im Naturpark Frankenhöhe gelegt. Wolfgang Wenk und Joshua Blank sind neu im Bunde. Gemeinsam leisten sie nun zu dritt wertvolle Arbeit im Park. Dazu gehört der Artenschutz, Bildungsangebote zum Thema Naturschutz für Schüler und Naturfreunde, die Unterstützung ehrenamtlicher Wanderwarte sowie die enge Zusammenarbeit mit den 42 umliegenden Gemeinden, Tourismusverbänden (Romantisches Franken und Steigerwald) und dem „Amt für Ländliche Entwicklung“ (ALE). Dabei behalten sie immer die Ausgewogenheit zwischen der Nutzung des Parks von Erholungssuchenden und dem Naturschutz im Auge. Sie bringen die Themen Wandern und „Natur bewahren“ in Einklang. Zu den fünf von 44 Wandertouren zählt der zertifizierte Europäische Wasserscheideweg, ein quellenreiches Gebiet, das die Altmühl (fließt über die Donau ins Schwarze Meer) mit der Tauber (fließt in die Nordsee) verbindet. Weitere Wanderhöhepunkte sind der Dottenheimer Hutewald, das sagenumwobene „Bodenlose Loch“ (Unteroestheim), der Petersberg bei Marktbergel und der Wanderweg an der Kreuzeiche. Gut vernetzt Das gesamte Wege-Netzwerk wird von ehrenamtlichen Wanderwarten gepflegt und wenn nötig, neu beschildert. „Nur, wenn Not am Mann ist, sind wir Ranger gefragt.“, so der studierte Geologe und Baumwart Wolfgang Wenk. Der „Allrounder“ unter den Rangern kümmert sich seit Juli 2021 um die Bildungsarbeit mit...

Der Realisierer

Daniel Kübler macht Unmögliches wahr: Auf der Erde und im All Was ist er nun genau? Er ist kein Koch, kein Gastronom, kein Hotelier, kein Wirtschaftsboss und kein Erfinder. Und gleichzeitig ist er all das in einem. Daniel Kübler passt einfach in keine Schublade. Er ist ein smarter Typ, perfekt gestylt, aber nicht zu perfekt, mit sympathischem Lächeln und bodenständigen Ansichten. „Schwäbisch betrachtet kann man alles, was man denken kann, auch machen“, sagt er. Auf dem Handy hat er Fotos aus der ISS. Darauf sieht man Matthias Maurer, aktuell als Astronaut im All, mit den eingeschweißten Essensdosen, produziert von Küblers Firma. Von der Pike auf gelernt Nun könnte man meinen, Kübler sei einer dieser stets wichtigen Trendsetter. Das ist er nicht. Er stammt aus dem Schwarzwald. Die Familie hat seit Generationen dort einen Landgasthof und betreibt Forst- und Landwirtschaft. „Ich bin mit Gästen und Tieren aufgewachsen. Was anderes habe ich nicht gekannt“, erzählt er. Wer mitten im Gourmet-Mekka Baiersbronn aufwächst und diese familiäre Prägung hat, der geht in die Gastronomie. Daniel Kübler hat in der „Traube Tonbach“, wo Harald Wohlfahrt im Restaurant Schwarzwaldstuben drei Sterne erkocht hat, Hotelkaufmann gelernt. Das ist schon was, aber es kam noch besser. Danach ging er nach Oxford ins „Le Manoir aux Quat‘ Saison“. Queen Elizabeth und Prinz Philip gehörten dort zu den Gästen. „Ich wurde nach der ‚Traube‘ da hingeschoben“, erzählt er, „Man war dankbar, dass man dort arbeiten durfte.“ Kübler hält den Ball stets flach. Kein Wort davon, dass er in seinem Job wahrscheinlich ganz gut war. Gipfel der Perfektion Von Oxford ging es weiter nach Paris ins Restaurant „Pierre Gagnairs“, weltweit unter den Top 10. „Man bleibt meist ein gutes Jahr in einem Haus“, erzählt er. Um die Karriereleiter hochzuklettern, steht dann ein Wechsel an. Mit...

Mit Farbe ins Frühjahr

Schicke Mode in den neu gestalteten Räumen von „Zapp Style“ Seit acht Jahren gibt es nun schon den Modeladen „Zapp Style“ am Weißen Turm in Rothenburg. Das Haus mit den Ladenfenstern zu zwei Seiten wird aktuell renoviert und auch „Zapp Style“ hat rechtzeitig zum Frühling ein frisches Outfit bekommen. Die Veränderungen wie ein neuer Holzboden, eine Treppe an anderer Stelle oder neu gestaltete Umkleidekabinen in Rosé mit dezentem Glitzer sind klein, aber fein. Damit ist frühlingshafte Frische eingezogen. Das könnte aber natürlich auch an der Mode liegen. Pastellige Töne, Farben wie ein frisches Sorbet oder knallbunte Hosen mit Neonakzenten liegen Seite an Seite. Der Mix macht‘s „Farbe ist in diesem Frühling ein großes Thema“, erklärt Ladeninhaberin Birgit Zapp. Dabei darf auf ungewöhnliche Art gemischt werden. Der Boho- und Hippie-Style sind auch diesen Sommer angesagt. Die neue Lässigkeit kennt somit keine Grenzen. „Zapp Style“ ist vom Modegrad her eine Boutique, aber „wir gehen auch in die Tiefe“, merkt Birgit Zapp an. Der Größenspiegel reicht von der Konfektionsgröße 34 bis 44. Frauen jeglichen Alters, von 15 bis 85 Jahre, zählen zu den Kundinnen. Ob es nun das ausgefallene Kleid für den besonderen Anlass, die praktische Mode für einen Tag im Büro oder ein lässiges Outfit für das Wochenende ist, „Zapp Style“ hat für jeden Lebensmoment die passenden Kleidungsstücke. Der Modeladen mit einer Art Wohnzimmerflair entpuppt sich daher schnell als Wundertüte. „Die Lage und die Größe sind für uns perfekt“, so die Inhaberin. Das Geschäft ist nicht zu groß, die Kundin fühlt sich geborgen und das modische Angebot ist dennoch scheinbar grenzenlos. Ein Cross-over in der Kombination von Marken gelingt gerade auch durch die Beratung von dem langjährigen Team bestens. Was in großen Modemagazinen vorgestellt wird, ein edles Teil kombiniert mit einem günstigeren Label, bietet auch „Zapp Style“. Mode darf überraschen „Es ist unser Anspruch, die Frauen immer wieder neu zu überraschen“, erläutert Birgit Zapp. Die ausgewählten Marken und Modelle in ihrem Modeladen sind alle handverlesen. Dazu bietet sie ein Sortiment an besonderen Accessoires, Gürteln und Schmuck bis hin zu Grußkarten und neuerdings Büchern an, die zu den aktuellen Modethemen passen. Auch der zum Outfit passende Schuh, direkt aus Italien, findet sich hier. Nach acht Jahren ist „Zapp Style“ zu einem Treffpunkt in Sachen Mode geworden. Sich inspirieren lassen, eintauchen in die Welt der schönen Dinge und deren Strahlkraft in den Alltag wirken lassen, das liegt Birgit Zapp am Herzen. „Wer unseren Laden mag, der ist hier im Paradies“, sagt sie. „Zapp Style“ ist eine feste Größe im modischen Einzelhandel in Rothenburg. Durch den Umbau des gesamten Anwesens am Weißen Turm und den Ausbau der Nebenräume von „Zapp Style“ wie Lager, Büro und Fotostudio ist der Standort auch für die Zukunft bestens gerüstet. Der modische Frühling kann also mit aller Pracht starten. Schicke Lederjacken, Röcke, Kleider, bunte Sommerhosen oder feminine Oberteile, die die Herzen höherschlagen lassen, liegen bereit. „Und Mode ist keine Frage des Alters“, fügt Birgit Zapp an. Mode ist eine Geisteshaltung....

Ein Leben für das Autohaus

Familie Model hat eine hundertjährige Erfahrung in der Automobilbranche Die Brüder Friedrich und Otto Model sind auf einem Bauernhof in Wiesenbach-Blaufelden groß geworden. Das Motorrad erfunden haben sie nicht, aber beide hatten ein Faible für Zweiräder. Im Jahr 1922 gründeten die beiden Zeitzeugen der NSU-Ära ein Unternehmen mit einer Tankstelle, Service-Werkstatt und Verkauf von NSU-Motorrädern direkt am elterlichen Hof. Kurze Zeit darauf startete Otto Model als alleiniger Geschäftsführer weiter durch. Das war fast ein halbes Jahrhundert nachdem die Firma NSU (Kürzel für Neckarsulm) im Jahre 1873 in Riedlingen gegründet und 1880 nach Neckarsulm verlegt wurde. Der ursprüngliche Hersteller von Strickmaschinen war ein „Trendsetter“ und spezialisierte sich 1886 auf Fahrräder. Als wäre es der Familie Model in die Wiege gelegt worden, hatte die Familie stets eine Nase für die neuesten Trends der Mobilität und entwickelte daraus neue innovative Ideen. Otto Model, der das Unternehmen 1958 von seinem Vater und Mitbegründer Otto übernahm, erweiterte fast zeitgleich das Service- und Verkaufsangebot um NSU-Automobile. Ein richtiger Schachzug, wie sich herausstellen sollte. Blickt man heute auf die 100-jährige Firmengeschichte, so haben sich die Verkaufszahlen von Fahrzeugen um ein Vielfaches potenziert. Waren es im Jahre 1958 vier verkaufte Autos, wurden daraus im Folgejahr zwölf und heute sind es jährlich 600 verkaufte Automobile. Aus der gemeinsamen Leidenschaft der drei „Model-Männer“ (Vater Otto, Sohn Bernd und Enkel Philipp Model) für neueste Technologien, Energieeffizienz und funktionaler Entwicklung in der Automobilbranche entstand eine besondere Sensibilität für Kundenwünsche. Kein Wunder, denn so lange die Familie denken kann, finden sich die Automobilliebhaber jeden Sonntag von 11 bis 12 Uhr zu einem „Männerstammtisch“ im Ausstellungsgebäude zusammen, fachsimpeln und „visionieren“ über die Zukunft. Schnelles Wachstum Wenn Leidenschaft zum Beruf wird, bleibt oft der wirtschaftliche Erfolg nicht aus. Denn 14 Jahre nach der Firmengründung ist aus der kleinen Werkstatt am Hof ein 4000 qm großer Neubau in der Brettheimerstraße 18 in Wiesenbach geworden. Bereits im Jahre 1974 wurden die Marken Audi und Volkswagen in das Verkaufs- und Serviceangebot mit aufgenommen. Das neue Firmengelände wuchs um einen 800 qm großen Verkaufsraum. Anfang der 2000-er Jahre entschieden sich die Hersteller der Marke Audi und VW für eine Reduzierung des Händlernetzes (von 1 800 auf 300 im Jahr 2004). Audi sollte künftig verstärkt als Premiummarke auftreten. In diesem Zuge entstand in Crailsheim ein neuer Audi Standort mit einem Hangar (Großraumhalle), der die derzeitigen drei Händler unter einem Dach vereinen sollte. Das Autohaus Model allein erhielt den Händlervertrag für das Gebiet Crailsheim, Dinkelsbühl und Blaufelden. Im Jahre 2004 kooperierte Model mit der Firma Schneider. 2007 wurde aus Expansionsgründen der befreundete Norbert Nölscher mit aufgenommen und das Nachbargrundstück (heute Seat) für eine Aufnahme weiterer Konzernmarken erworben. Da die Autohersteller ihr Netz nochmals deutlich verringern wollten, hat die Firma Model im Jahr 2015 mit Thomas und Stefan Härterich von der Koch Gruppe zwei weitere Gesellschafter aufgenommen, um die Gebiete Schwäbisch Hall und Crailsheim faktisch zusammenzulegen. Die Familie Härterich hat die operative Führung übernommen. Heute teilen sich Norbert Nölscher und Bernd Model den Besitz in Crailsheim und sind Mitgesellschafter. Norbert Nölscher führt seinen Betrieb in Rothenburg/Lohr, Bernd Model in Wiesenbach. Die drei Betriebe arbeiten eng zusammen und profitieren von Austausch, Synergien und „Know-how“. Umorientierung Das Gespür der Familie Model für die richtige Geschäftsrichtung bewirkte eine Rückbesinnung auf den ursprünglichen Firmensitz in Wiesenbach. Zurück am Gründungsort (2016) spezialisierte sich das Autohaus auf die Vermittlung von Neuwagen und auf den Verkauf von Jahreswagen. Wieder die Nase im Wind, erkannten die „Modelmänner“ die Zeichen der Zeit und ergänzten die Fachkompetenz um die E-Mobilität. „Wir befinden uns in einer seit 50 Jahren nicht mehr da gewesenen Revolution in der Automobilbranche“, so Geschäftsführer Bernd Model, der die Firma seit 1995 von seinem Vater Otto übernommen hat. Ob es sich um die Präsenz im Internetportal handelt, um neue energieeffizientere Technologien oder um den Umgang mit dem Kunden, alles nimmt nach Meinung der Familie eine starke Wendung. Auf E-Autos hat sich die Firma sehr früh werkstatt- und servicetechnisch eingestellt....

Krisen als Chance wahrnehmen

Stefanie Theuerl hilft Menschen wieder ins Leben zurück Als wäre das Leben nicht schon stressig genug. Jedem und allem gerecht zu werden und sich selbst dabei nicht aus den Augen zu verlieren, das ist ein Balanceakt, der jeden Menschen herausfordert. Oft stehen dem aber auch noch anerzogene Glaubenssätze wie: „Du kannst das nicht oder Du bist es nicht wert“ entgegen – Worte, die häufig in der Kindheit geprägt wurden. Unterbewusst kratzt das bis ins späte Erwachsenenalter am eigenen Selbstwert, der sich in jungen Jahren nicht in gesunder Weise entwickeln konnte. Zudem macht man in dieser Gesellschaft keine Fehler. Das Resultat sind Gefühle wie Überforderung, Versagensängste, Unsicherheiten und am Ende sogar das Gefühl, sich verstecken zu müssen – alles Emotionen, die durch die letzten zwei Pandemie-Jahre noch besonders verstärkt wurden. Familien sind, ob geimpft oder nicht, gespalten. Kinder und Jugendliche können ihre sozialen Kompetenzen nicht stärken und Eltern sind mit Existenzängsten durch Verlust von Arbeitsplätzen behaftet oder können den Alltag im Homeoffice mit gleichzeitiger Kinderbetreuung und mangelndem Freizeitangebot kaum mehr bewältigen. Sich einzugestehen, dass es ohne professionelle Hilfe nicht mehr geht und den Entschluss zu fassen, sich in eine Therapie zu begeben, ist der erste Schritt auf dem Weg zur eigenen seelischen Gesundheit. Um sich selbst kümmern In diesem Falle ist ein Hilfesuchender in der Praxis für Psychotherapie von Stefanie Theuerl am richtigen Platz. Die gebürtige Münchnerin, die in Rothenburg aufgewachsen ist, befasst sich seit 30 Jahren mit der Psyche des Menschen. Ihrer zehnjährigen Ausbildung für „Integrative Therapie“ ging ein Studium als Sozialpädagogin voraus. Vielfältige Fortbildungen im Bereich Familientherapie als auch Bewegungs- und Körpertherapie haben ihren fachspezifischen Horizont erweitert. „Prägend waren Erfahrungen im LMU-Klinikum in München und der Beratungsstelle für seelische Gesundheit der Diakonie in Rothenburg“, erzählt sie. Die Beratungsstelle am Milchmarkt hat sie fünf Jahre lang geleitet und sogar die Räumlichkeiten selbst eingerichtet. Mittlerweile hat die fast 60-Jährige ein gutes Auge für jeden Menschen, der zu ihr in die eigenen Praxen kommt, die sie seit vielen Jahren in München und Rothenburg pendelnd unterhält. „Ich habe meine Rothenburger Praxis nie aufgegeben“, betont sie. Jetzt ist sie wieder zurück in ihrer Heimatstadt (im Weidleinsweg 5) und bringt durch ihre langjährigen Erfahrungen mit seelisch aber auch körperlich belasteten Menschen ein weit gefächertes Wissen mit. Das Geheimnis ihrer therapeutischen Kompetenz liegt im Aufbau einer persönlichen Beziehung zwischen dem Klienten und ihr. „Ich zeige mich jedem genauso wie ich bin, damit sich der Hilfesuchende traut, auch ,Er selbst sein zu dürfen‘ – ein Verhalten, das in der Welt da draußen kaum mehr möglich ist“, wie es die Therapeutin so oft erlebt. Ziel ihrer Arbeit ist es, dem Klienten einen geschützten Raum zu bieten, der es zulässt, vertrauensvoll Gefühle und Gedanken zu äußern, sollte in der Therapie etwas Unangenehmes angestoßen werden. Das ist nach Meinung der Expertin die Voraussetzung, einen seelischen Heilungsprozess in Gang zu bringen. Eigene Emotionen zu entdecken und auch einmal „Nein“ sagen zu lernen, ist der Beginn eines gesunden Selbstwertes. In der Therapie wird eine wertschätzende Atmosphäre geschaffen, in der es der Hilfesuchende schaffen kann, sich selbst und anderen zu vergeben. Mit dem Erlernen einer guten Art der Kommunikation wird es möglich, auf sich selbst zu achten und gute Beziehungen im eigenen sozialen Umfeld aufzubauen. Individuelle Werkzeuge Schwerpunkte der therapeutischen Arbeit sind bei Stefanie Theuerl akute Kriseninterventionen. Wenn Ausweglosigkeit zu massiver Belastung wird, ist es an der Zeit zu handeln. Dafür braucht es ganz verschiedene Zugangsmethoden bei jedem Klienten. Menschen sind so unterschiedlich in ihrem Wesen und Prägungen. Stefanie Theuerl ist aufgrund ihrer empathischen, ehrlichen und erfahrenen Art in der Lage, sich schnell auf individuell angepasste therapeutische Mittel einzustellen. „Der eine braucht einen physischen Zugang, dem anderen hilft eher eine bildhafte Darstellung der eigenen Lebenskrise“, weiß die versierte Lebensberaterin aus Erfahrung. Bei der Platzierung von Figuren auf einem Brett können konflikt- oder angstbesetzte Situationen veranschaulicht und bearbeitet werden. In ihrer Praxis bietet Theuerl Einzel- und Paarberatung an oder hilft Menschen bei zwischenmenschlichen...

Ein Gespür für Brot...

Martin Neumeister ist Brotsommelier im Brothaus Sein Herz schlägt einfach fürs Brot. Martin Neumeister ist Bäckermeister, seit 36 Jahren im Job, 21 Jahre davon im Brothaus. Süße Stückchen oder Sahnetorten sind auch lecker, aber nicht so recht sein Ding. „Es war von Anfang an das Brot, das mich begeistert hat“, erzählt er. Nun hat er seinem Beruf die Krone aufgesetzt: In den vergangenen elf Monaten hat er beim Deutschen Brotinstitut in Weinheim die Ausbildung zum Brotsommelier gemacht. Im April hat er seine Abschlussprüfung. Rund 100 Spezialisten seiner Art gibt es in Deutschland. Was der Wein kann, kann das Brot schon lange. „Man glaubt gar nicht, wie viele Aromen ein Brot hat“, sagt Martin Neumeister und schnell ist klar, er lebt seine Leidenschaft. Er spricht vom Duft, der ihn einfängt, wenn er in die Backstube kommt, vom Knistern des Brotes, wenn er es aus dem Ofen holt, von der perfekten Kruste, wie sich die Krume im Mund anfühlt und welches Brot zu welchem Essen passt. Diese Detailliebe kennt man beim Wein, aber nun so viel Aufmerksamkeit für ein Stück Brot? „Viele wissen nicht, wie viel Herzblut und traditionelles Handwerk zu unserem Beruf gehört. Das möchte ich nach außen tragen“, stellt der angehende Brotsommelier fest. Der Sauerteigflüsterer Vor 21 Jahre hat er im Brothaus als Produktionsleiter angefangen. Damals hat er einen Sauerteig angesetzt, der noch heute die Basis für viele Produkte (unter anderem die Brotchips) ist. „Den Sauerteig hüte ich wie meinen Augapfel“, sagt Martin Neumeister, der auch den Spitznamen „Sauerteigflüsterer“ hat. Sein Sauerteig hat es als erstes deutsches Produkt in die Sauerteigbibliothek in Belgien geschafft. Dort werden 128 Sauerteige (die bis zu 150 Jahre alt sind) aus 25 Ländern aufbewahrt. Seit zwei Jahren ist Martin Neumeister der Produktentwickler im Brothaus. Wenn ein neues Brot im...

Zentraler Standort

Der „Gewerbepark Rothenburg und Umland“ in Endsee wächst Qualität zu guten Preisen – das suchen nicht nur private Konsumenten, sondern auch Unternehmen wissen das bei ihrer Standortwahl zu schätzen. Der „Gewerbepark Rothenburg und Umland“ hat da einiges zu bieten. Thomas Müller, seit November 2019 Wirtschaftsförderer für den Gewerbepark, sieht darin sogar„eines der letzten Juwele in Deutschland“. Lange Jahre war es ruhig um die Unternehmensansiedlungen in Endsee, wo der Gewerbepark verortet ist. Seit geraumer Zeit tut sich nun aber einiges. Das Projekt Gewerbepark ging 2004 an den Start und zwar als Zweckverband von sechs Gemeinden (Steinsfeld, Adelshofen, Ohrenbach, Neusitz, Geslau und Windelsbach) und der Stadt Rothenburg. Gemeinsam kauften sie in Endsee Grundstücke in der Gesamtgröße von 22 ha (bebaubare Fläche und Ausgleichsflächen). Knotenpunkt mit gutem Anschluss „Es sollten nicht Flächen in sieben Kommunen versiegelt werden, sondern ein gemeinsames Gewerbegebiet sollte entstehen“, so Margarita Kerschbaum. Die Bürgermeisterin von Steinsfeld, auf dessen Gemeindegebiet der Gewerbepark liegt, hat per Satzung den Vorsitz des Zweckverbands. Die Geschäftsleitung hat Michael Sommerkorn inne, Rechtsdirektor der Stadt Rothenburg. Beschlüsse werden in Verbandsversammlungen von der Vorsitzenden und zwölf Verbandsräten aus den Mitgliedsgemeinden gefällt. Sommerkorn sieht darin ein Musterbeispiel der interkommunalen Zusammenarbeit. Der Gewerbepark in Endsee hat eine zentrale Lage: Direkt an der A7 gelegen sind es keine 500 m bis zum Gelände, ohne Ortsdurchfahrt und Ampel dazwischen. Der Anschluss zu den Autobahnen A6 und A3 ist in kurzer Fahrtzeit erreichbar. Modernste Technik und Energieversorgung sind vorhanden und ein eigener Gleisanschluss wäre machbar. Mit Rothenburg ist eine weltbekannte Stadt in direkter Nähe, die alle Bildungseinrichtungen und eine hohe Lebensqualität für Mitarbeiter und Führungskräfte bietet. Als erstes Unternehmen hat sich 2004 die „bk Group“ von Gerold Wolfarth in Endsee angesiedelt. Die „bk Group“ ist im Bereich Objektausbau und Facility Management tätig. Nach vier Erweiterungen entsteht...

Menschliches Mrz09

Menschliches

Neuer Lyrikband von Fritz Klingler Es ist wie ein Spiel ohne Ende: Fritz Klingler hat seinen neuen Gedichtband „Zwischentöne“ veröffentlicht. Seinen elften. Knapp 60 Werke sind darin vereint. Mit manchen kommt er in zwei knappen Zeilen auf den Punkt und erklärt dabei die Menschheitsgeschichte. Mit anderen führt er den Leser tief in die Welt der Liebe, Gefühle und Melancholie hinein. Die Bandbreite seiner Themen verblüfft. „Alles, was mir schreibenswert und zeitgemäß erscheint, inspiriert mich“, so der Lyriker. Klingler hat einen großen Vorteil: er ist frei in seiner Kunst. Er hat einen Brotberuf als Landwirt und dazu die Gabe eines Künstlers im Blut. Seine Bücher müssen keinen Verkaufszahlen, keinem Trend, keiner Erwartungshaltung entsprechen. „Zwischentöne“ ist daher ein Abriss der letzten zwei Jahre. Er schreibt aus einem anderen Blickwinkel, aus einer anderen Lebensphase heraus. „Veränderung und Wandel ist das Größte überhaupt“, sagt der Künstler. Das Buch beginnt mit fünf Varianten von „Zwischentönen“. Üblicherweise erhält ein Gedicht die „titelgebende“ Herrschaft über das Werk. In diesem Fall hat Klingler die Thematik noch weiterentwickelt: „Zwischentöne genügen. Sie entblößen Lügen.“ ist dabei die Nummer zwei. Seit geraumer Zeit arbeitet der Lyriker an einem anspruchsvollen Projekt. In Anlehnung an Wil- liam Shakespeares 154 Sonette will er selbst 50 Sonette über die Liebe verfassen. In „Zwischentöne“ sind fünf davon abgedruckt. „Sonette sind für mich eine besonders schöne Disziplin“, erklärt er. Es ist nicht nur die thematische Annäherung an die Spielarten der Liebe, die ihn fasziniert, auch den strengen Aufbau eines Sonetts sieht er als Herausforderung an. Eines der Sonette ist auf Seite 106 in dieser Ausgabe abgedruckt. Fritz Klingler bündelt seine Gedichte unter Themen wie „Nachts in den Träumen“, „Mitten im Sommer“, „Das Lächeln des Diktators“. „Meine Wurzeln“ oder „Die Vorbeigegangenen“. Unter letzterem findet sich „Lola“, ein Gedicht über eine Schleiereule, die...

Regenten zu Besuch Mrz09

Regenten zu Besuch

Kaiser und Könige in Rothenburg Der Kaiser kommt nach Rothenburg – das war ein Satz, der gleichsam von Begeisterung und Sorge getragen war. Rothenburg wurde in seiner Zeit als Reichsstadt etwa 30 Mal von Kaisern und Königen besucht. Am 15. Mai 1274 hat Kaiser Rudolf von Habsburg der Stadt die hochwertigen Rechte einer Reichsstadt verliehen. Rothenburg gehörte somit zum Heiligen Römischen Reich. „Der Grund für die Anwesenheit von Kaisern und Königen ist in der Regel im Reisekönigtum des Heiligen Römischen Reiches zu suchen: Es gab, anders als etwa in Frankreich und England, keine Hauptstadt, sondern der König reiste von Ort zu Ort, um seine Herrschaft zu zeigen und auszuüben“, so Stadtarchivar Dr. Florian Huggenberger. Der erste überlieferte Königsbesuch war der des Stauferkönigs Konrad III. bereits im Jahr 1149. Der letzte Besuch in der Reichsstädtischen Zeit fand von Kaiser Joseph I. im Jahr 1712 statt. Von den meisten Visiten der Regenten ist wenig überliefert. Die zweiwöchige Anwesenheit König Friedrichs III. im Jahr 1474 bildet jedoch eine Ausnahme: Ein Stadtschreiber hat ausführlich darüber berichtet und der einstige Stadtarchivar Dr. Ludwig Schnurrer hat 500 Jahre später einen Vortrag über die Königsbesuche gehalten, der im Jahrbuch 1974/75 des Vereins Alt Rothenburg festgehalten ist. Kaiser Friedrich III. hat 1474 eine brisante politische Angelegenheit in Rothenburg verhandelt. „Friedrich erhob die Grafschaft Holstein zum Herzogtum und belehnte den dänischen König damit, unter der Voraussetzung, dass Schleswig und Holstein ‚auf ewig ungeteilt’ bleiben würden“, erklärt Dr. Florian Huggenberger. Kam ein Kaiser oder König nach Rothenburg, gehörten Prunk, Glanz und Pomp dazu. Dies war aber nicht „Ausdruck höflicher Gastgeberlaune, sondern höchster Beweis des Untertanengehorsams“, schreibt Schnurrer. Eine aufwändige Zeremonie, kostspielige Beherbergung und Geschenke gehörten dazu. Ein Kaiser kam stets mit Gefolge. Beim Besuch Kaiser Friedrich III. wurden Ställe für 1 000 Pferde bestellt. Wie...

„Nauswärts“ Mrz09

„Nauswärts“

Liebe Leser, wenn der Franke feststellt, dass es nun „nauswärts“ geht, dann ist wahrlich Entspannung in Sicht. Die fränkische Mentalität ist ja nicht gerade für ihre Spritzigkeit bekannt, sondern eher von kritischer Zurückhaltung geprägt. Aber nun werden die Tage wärmer, sonniger, länger und auch Corona scheint seinen Schrecken zu verlieren. Das kleine fränkische Wörtchen „nauswärts“ wird so zum Synonym für ein unbeschwertes Lebensgefühl. Mit der März/April-Ausgabe von ROTOUR wollen wir Schritthalten mit der neuen Leichtigkeit. Wir haben uns mit einem frisch gebackenen Brotsommelier unterhalten und stellen Ihnen Daniel Kübler vor, der für Alexander Gerst schwäbische Maultäschle ins All geschickt hat. Hört sich alles ein bisschen verrückt an, aber waren sie schon mal in einem Zahnmuseum? In unserem Beitrag können sie sich einen ersten Eindruck davon machen. Der neu aufkeimende Energieschub im Frühjahr ist immer auch eine gute Zeit, um die Zukunft zu schmieden. Auf privater Ebene unterstützt dabei die Therapeutin Stefanie Theuerl. Für unternehmerische Zukunftsprojekte gibt es den „Gewerbepark Rothenburg und Umland“, der mit innovativen Konzepten punktet. „Nauswärts“ bedeutet nicht nur, dass das Wetter besser wird, sondern auch Geist und Seele starten neu durch. Der Veranstaltungsreigen nimmt langsam wieder Fahrt auf und Konzerte, Ausstellungen, sportliche Läufe bis hin zum Fallschirmsprung werden angeboten. Wir Franken können nun definitiv den Turbo zünden. Ihre Andrea...

März/April Mrz09

März/April

Das Inhaltsverzeichnis des ROTOUR-Heftes für März/April Kultur Editorial: Es geht „nauswärts“ Der Kaiser kommt zu Besuch Zahnmuseum in Schrozberg Neues Buch von Lyriker Fritz Klingler Auftakt zu den „Gartenparadiesen“ Drei Erzählungen von Manfred Kern Veranstaltungen Windsbacher Knabenchor in Schillingsfürst Wanderangebote im Frühling Der Rothenburger Fotoclub stellt aus Ausgehtermine Rund um die Frankenhöhe Wohin im Hohenloher Land Wirtschaft Brotsommelier Martin Neumeister Es geht was voran im Gewerbepark Panoramafoto: Ausblick ins Tal Stefanie Theuerl hilft in Lebenskrisen Lange Tradition im Autohaus Model Schicke Frühjahrsmode bei Zapp-Style Information Rundgang durch die Jahrhunderte A walk through centuries Sehenswertes in der Region Karte Rothenburg und Umgebung TITELBILD: Tulpenblüte vor dem Rödertor Foto: am Service Wohin ausgehen in Rothenburg? Inserentenübersicht Sehenswürdigkeiten in deutsch/englisch Informationen von A bis Z Freizeitideen Impressum Gesellschaft Personalia: Daniel Kübler Naturerlebnis mit den Frankenrangern Heimatküche: Naturhof Sackenreuter Traumberuf Hufschmied Der Baumlehrpfad in Neusitz Lyrik von Fritz...

Wolle direkt vom Alpaka

Dagmar Geimann „spinnt“ aus Leidenschaft „Hier kann man die Wolle seiner Socken besuchen“, sagt Dagmar Geimann während sie geübt kleine Röllchen aus feinsten Haaren durch ihre Finger laufen lässt. Dagmar Geimann spinnt die Haare ihrer Alpakas, das sogenannte Vlies der Götter, zu besonderer Wolle. Und manchmal sehen ihr die Wallache Brillant oder Gordi dabei zu. Gemeinsam mit ihrem Mann Jürgen hat sie die ehemalige Scheune des Wohnsitzes der Familie in Gunzendorf (bei Geslau) zum erweiterten Wohnzimmer umgebaut. Zwei bunte Lehnstuhlsessel stehen da sowie mehrere Spinnräder. Jahreszeitlich passende Dekoration sorgt für noch mehr Gemütlichkeit. Daneben leben hinter einer Art Heuzaun mit Sichtfenster ihre 21 Alpakas. Tagsüber können die Tiere auf die Weidefläche, abends haben sie Familienanschluss zu den Geimanns. „Die Alpakas sind unsere Leidenschaft“, sagt Jürgen Geimann. Ihr Leben mit den Alpakas begann vor fast zehn Jahren. „Wir wussten, dass wir Tiere in unserer Nähe haben wollen“, so Dagmar Geimann. Im Fernsehen haben sie eine Dokumentation über Alpakas gesehen und dachten, das wäre vielleicht was. Die beiden haben sich deutschlandweit Alpakashows angesehen und Kontakt zu Ilona Kindler von den Taubertal Alpakas aufgenommen. „Etwa zwei bis drei Jahre ist die Idee gereift“, so Jürgen Geimann. Im Jahr 2015 zogen dann die ersten vier Wallache in Gunzendorf ein. Der Kreislauf schließt sich Nach und nach kamen weitere Tiere dazu. „Eigentlich wollten wir nicht züchten“, so Dagmar Geimann, aber irgendwann war die Zeit auch für Stuten reif. Sieben Jungtiere sind mittlerweile in Gunzendorf geboren. „Wir haben nie ein Tier verkauft“, sagen die beiden mit Nachdruck, „Sie sind uns einfach alle ans Herz gewachsen.“ Einmal im Jahr müssen Alpakas geschoren werden. „Da stellte sich die Frage, was machen wir mit der Wolle“, erklärt Dagmar Geimann. Klar, kann man sie verkaufen, aber sie dachte, wäre doch eine runde Sache, selbst Wolle daraus zu spinnen. Dagmar Geimann hat dann einen Spinnkurs besucht – und war total frustriert. Spinnen ist alles andere als einfach. Aber der Eifer hat sie gepackt. „Da hat sich das Rad dann einige Kilometer gedreht, bis ich gesagt habe, jetzt passt’s“, erinnert sie sich. Alpakawolle zählt zu den Edelfasern und ist eine der wertvollsten Wollen der Welt. Sie hat kein Lanolin oder Fett, kratzt nicht, ist feuchtigkeitsabweisend und thermoregulierend. Aber bis zum fertigen Wollknäuel ist es ein weiter Weg. Dagmar Geimann schätzt, dass sie für 100 g Wolle mindestens zehn bis zwölf Stunden ihrer Zeit investiert. „Das ist ein Hobby“, sagt sie. Die Wolle könnte sonst niemand bezahlen. In ihrem erweiterten Wohnzimmer stehen Säcke mit Rohwolle. Zuerst werden die Haare auf einem Gittertisch grob sortiert. Zur Weiterverarbeitung für ihre Wolle nimmt Dagmar Geimann nur die besten Anteile. Da die Wolle noch voller Heuhälmchen ist, muss sie akribisch ausgezupft werden. Von Hand, versteht sich. „Dann weiß ich, dass sie sauber ist“, erklärt sie. Danach geht es ans Kardieren. Mit zwei Handkarden, eine Art breite Drahtbürste, werden die Fasern gegeneinander gebürstet und so in eine Richtung gelegt. Mit einem lässigen Schwung dreht Dagmar Geimann die Haarpracht dann zu einer sanften Rolle, dem sogenannten Roleg. In diesem Arbeitsschritt fügt sie manchmal auch einige farbige Fasern wie Merinoseide dazu. Das ist aber nur eine feine Note, denn ihr Anliegen ist es, 100 Prozent reine und ungefärbte Alpakawolle anzubieten. „Alpakas gibt es in 22 Naturfarben“, erklärt sie und zeigt auf ihre eigenen Tiere. Ganz helle, beige, braune, ein fast schwarzes Suri oder auch zweifarbige Tiere sind darunter – und diese ganze Spannbreite zeigt sich in der selbst gesponnenen Wolle. Aus den Rolegs entsteht dann der Wollfaden. Dagmar Geimann hat ein besonders schönes Spinnrad aus Neuseeland. Während sie mit den Füßen das Spinnrad antreibt, zieht sie auf wundersame Art an den Rolegs und lässt feine Fäden auf eine Spule laufen. „Das hat etwas Meditatives“, sagt sie. Drei Durchgänge braucht es, bis aus den einzelnen Rolegs ein zweifädig gesponnenes Wollgarn wird. „Das kommt dann zum Aushängen einen Tag auf die Kreuzhaspel, wird danach per Hand mit Babyshampoo gewaschen und muss zwei...