Fränkische Heimat in der Box
11. März 2026
Fränkische Heimat in der Box
Drei Studenten gründen ihr Start-up „fei(n)fränggisch“
Eine Box voll mit regionalen Besonderheiten – das ist das Konzept von „fei(n)fränggisch“. Luis Kränzlein, Moritz Metzger und Niklas Weber sind die Köpfe, die sich das ausgedacht haben.
Alle drei studieren in Bayreuth Sportökonomie und sind aktuell im Masterstudiengang. Die Uni Bayreuth gibt Studenten die Möglichkeit, am Wettbewerb „5-Euro-Business“ teilzunehmen. Mit diesem Konzept sollen sie in die Selbstständigkeit hineinschnuppern.
Am Ende stehen ein Pitch des Geschäftsmodells und ein abschließender Geschäftsbericht. Das wird bewertet. „Bei uns geht es um eine gute Note“, erklärt Luis Kränzlein, der aus Burgbernheim kommt und in Rothenburg zur Schule ging.
Im Oktober startete das Semesterprojekt, Anfang Februar endete es. „Wir brauchten eine Idee, die in der Kürze der Zeit umsetzbar war“, erklärt Niklas Weber. Außerdem sollte Regionalität damit verbunden werden. So kamen die drei auf die Idee mit den Boxen.
„Wir haben dann unsere Kontakte abtelefoniert“, erinnert sich Luis Kränzlein. Alle Unternehmen und regionale Produzenten haben schnell zugesagt und Mitte November sind alle Waren in Bayreuth eingetroffen. Die Idee war, die Boxen als Weihnachtsgeschenke bei Unternehmen und Firmen zu vermarkten.
Regionale Produkte
In einer Box von „fei(n)fränggisch“ sind dann beispielsweise Brotchips Winteredition Braeckers aus dem Brothaus Burgbernheim, fruchtige Rote Schorle von „EinHeimischer“, der Safthersteller aus Burgbernheim, ein gravierter Holz-Untersetzer von Khobelt & Gesägt, feiner Blüten-Honig von der Imkerei Hermann Schürger (Kirnberg), würziger Ingwershot von Klosterkitchen und ein traditioneller Elisen-Lebkuchen von der Bäckerei Feulner. Die drei Studenten haben bewusst regionale Produkte aus ihrer Heimatregion ausgewählt.
Da die Freunde in Bayreuth nahe zusammenwohnen und einen gemeinsamen Fahrradabstellraum haben, wurde dieser zum Lager. Gepackt haben sie die Boxen dann in den eigenen vier Wänden.
Vier Varianten gibt es: das Kernstück, die kleine Box zu 23,90 Euro, und das Meisterstück, die größere Box zu 39,30 Euro. Jede dieser Varianten gibt es mit oder ohne Alkohol.
Auch die Nachhaltigkeit liegt den jungen Unternehmern am Herzen. „Wir haben Blankokartons verwendet und diese mit dem Logo selbst besprüht“, erklärt Niklas Weber. Die Bestellungen in und rund um Bayreuth haben sie selbst ausgefahren. Wurden Boxen aus der Heimatregion bestellt, „dann nehmen wir die selbst mit und liefern vor Ort aus“. „Wir haben mit 100 Boxen kalkuliert“, erklärt Luis Kränzlein. Beim 5-Euro-Business-Wettbewerb soll das Startkapital eigentlich ganz gering sein. „Aber wir sind überall in Vorleistung gegangen“, so die Studenten.
Auf ihre Boxen haben sie über die Webseite www.feinfraenggisch.de und auf den Social-Media-Kanälen aufmerksam gemacht. Das Geschäft lief gut – auch wenn der eigene Stundenlohn gerade mal bei drei Euro lag.
Ideen für die Zukunft
Mit dem Label „fei(n)fränggisch“ betritt ein junges Start-up die Bühne, das sich der Mission verschrieben hat, hochwertige fränkische Spezialitäten in liebevoll zusammengestellte Geschenkboxen zu packen.
Anfang Februar haben die Studenten das Projekt bei einem Pitch an der Uni vorgestellt und viel positives Feedback bekommen. „Momentan evaluieren wir noch die Ergebnisse, gehen aber schon Schritte, die für eine Weiterführung des Konzepts sprechen. Hier hat uns die Gründungsberatung der Universität Bayreuth auch Unterstützung angeboten, da diese ebenfalls von der Idee überzeugt ist“, so Luis Kränzlein. am.




